Stand: 05.03.2018 16:00 Uhr

Staatsanwaltschaft: Polizist wurde attackiert

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In der Nacht zum Donnerstag war ein mutmaßlicher Einbrecher in Neubrandenburg nach einem Schuss eines Polizisten gestorben.

Der Polizist, der vor fünf Tagen einen mutmaßlichen Einbrecher in Neubrandenburg durch einen Schuss tödlich verletzte, soll von diesem zuvor angegriffen worden sein. Das haben die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben. Demnach habe der mutmaßliche Einbrecher den Polizisten mit Reizgas attackiert, daraufhin sei der Schuss gefallen, hieß es am Montag aus Ermittlerkreisen. Der 32 Jahre alte Polizist sei durch den Angriff verletzt, das Gasbehältnis beim Getöteten gefunden worden.

Schütze noch nicht vernommen

Inwieweit diese Reaktion angemessen war, sei jetzt weiter zu klären, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Noch konnte der Beamte, der den Schuss abgab, nicht vernommen werden. Über seinen Anwalt wurde Akteneinsicht beantragt.

Viele offene Fragen

Auch bei den Ermittlungen in Bezug auf den Einbruch sind noch viele Fragen offen: Was wollten die drei Männer in dem Imbiss? Was wurde dort gestohlen? Woher stammt das Geld, das bei den Festgenommen sichergestellt wurde? Nur einen Tag vorher war in Feldberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ein Safe mit einer größeren Menge Bargeld gestohlen worden. Einen Zusammenhang zwischen den beiden Straftaten bestätigte die Staatsanwaltschaft aber nicht.

Polizisten mit Vergeltung gedroht

Unterdessen ist die Berliner Polizei nach einer Nachricht in einem sozialen Netzwerk aktiv geworden. Dort hatte ein 22-Jähriger indirekt dem Neubrandenburger Polizisten mit Vergeltung gedroht. Gegen den Mann wird nun ermittelt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.03.2018 | 16:00 Uhr

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