Eine bedrückte Frau telefoniert. © picture-alliance/ZB Foto: Marion Gröning

Telefonseelsorge Mecklenburg begeht 30. Jubiläum

Stand: 13.11.2021 08:08 Uhr

Im November 1991 hat der erste Telefonseelsorger in Mecklenburg-Vorpommern ein Gespräch entgegen genommen. Das 30. Jubiläum feiert die Ökumenische Telefonseelsorge im Dom in Güstrow.

Vor 30 Jahren im November 1991 hat der erste Telefonseelsorger in Schwerin ein Gespräch entgegen genommen. Eine Woche später nahm ein Kollege in Rostock seinen Dienst auf. Inzwischen arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern 250 Ehrenamtliche abwechselnd für die Telefonseelsorge. Im vergangenen Jahr verzeichneten sie einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der Anrufe. Hilferufe kommen inzwischen aber auch über Chat oder per Mail. Mit 36.000 Kontaktaufnahmen waren es zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Einsamkeit, Verzweiflung, Existenzangst

Diese Steigerung gehe auf die andauernde Corona-Pandemie zurück, so eine Sprecherin der Ökumenische Telefonseelsorge Mecklenburg. Vor der Pandemie brauchte es sechs erfolglose Versuche, um bei der Seelsorge per Telefon zu erreichen, derzeit seien es zwölf. Einsamkeit, Verzweiflung und Existenzangst sind am häufigsten die Gründe, warum Hilfesuchende anrufen. Bei jungen Menschen verstärken sich während der Pandemie Selbstmordgedanken, Depressionen und Ängste. Um der großen Nachfrage einigermaßen nachkommen zu können, hat die Telefonseelsorge Mecklenburg ihr Onlineangebot ausgebaut. Sie ist aber sowohl in Rostock als auch in Schwerin auf der Suche nach neuen Räumen. Die Telefonseelsorge ist unter den kostenfreien Nummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 zu erreichen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.11.2021 | 09:00 Uhr

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