Stand: 20.07.2019 09:49 Uhr

THW verlässt Waldbrandgebiet bei Lübtheen

Das Technische Hilfswerk (THW) hat am Sonnabendmorgen auch die letzten Kräfte aus dem Waldbrandgebiet bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) abgezogen. Nach Bundeswehr und Bundespolizei sind jetzt keine weiteren Hilfskräfte mehr vor Ort.

Gottesdienst

Nach Waldbrand: Dankgottesdienst in Alt Jabel

Nordmagazin -

Die Menschen in Alt Jabel waren vom Waldbrand in Lübtheen besonders bedroht. Mit einem Gottesdienst haben sich die Bewohner jetzt bei den vielen Helfern bedankt.

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Bis zuletzt Kontrollen mit THW-Drohne

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Mithilfe einer Wärmebildkamera an einer Drohne spürte das THW Glutnester auf.

Neben dem Führungsstab des THW war eine Drohnen-Einheit bis zuletzt im Einsatz. Da der Eigentümer des Gebietes, die Bundesforstverwaltung, keine solche Technik hat, haben die Kräfte vom THW mehrfach täglich aus der Luft den Wald beobachtet. Bis Mitte der vergangenen Woche gab es noch ein Glutnest im Waldboden bei Alt Jabel. Hier wurden mit einer Wärmebildkamera am Mittwoch im Kern zwar nur noch 30 Grad gemessen, eine Temperatur, bei der keine Gefahr mehr besteht, dass sich ein Glutnest entzüdet. Aber die Katastrophenschützer wollten kein Risiko eingehen. Denn ein kräftiger Wind hätte durchaus die Glut wieder anfachen können. Inzwischen ist aber auch dieses Nest erkaltet.

Lübtheen: Aufatmen nach dem Brand

THW unterstützte Löscheinsatz logistisch

Das Technische Hilfswerk war während des Großeinsatzes im munitionsverseuchten Waldbrandgebiet nicht direkt an den Löscharbeiten beteiligt, sondern erledigte logistische Aufgaben, beispielsweise den Aufbau und die Betreuung des digitale Funknetzes. So konnten alle Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundespolizei und Bundeswehr miteinander kommunizieren. Zudem baute das THW eine Kfz-Werkstatt auf, wo Fahrzeuge kurzfristig repariert werden konnten. Mit Kipplastern und Radladern wurden die von Forstleuten und Bundeswehr geschaffenen Brandschneisen von Holz geräumt. Allein 200 Tonnen Wurzeln wurden so entfernt. Bei ihrem Einsatz verfuhren die THW-Fahrzeuge insgesamt rund 3.000 Liter Diesel .

Übernahme der THW-Kosten noch unklar

Die Kosten des THW-Einsatzes sind noch nicht genau aufgeschlüsselt. Wer die Rechnung bezahlen muss, ist noch offen. Da das THW aufgrund eines Amtshilfeersuchens des Landkreises angerückt ist, könne es durchaus sein, das nur ein Teil der Kosten für den Einsatz berechnet würden, sagte ein THW-Sprecher. Der Bund hatte bereits angekündigt, das er die Kosten für Bundeswehr und Bundespolizei, rund 20 Millionen Euro, selbst trägt.

Ehemaliger Truppenübungsplatz in Flammen

Der Brand auf dem früheren, insgesamt 6.200 Hektar großen Truppenübungsplatz bei Lübtheen war am 30. Juni ausgebrochen und konnte erst eine Woche später gelöscht werden. Durch die starke Belastung mit alter Munition waren die Löscharbeiten am Boden massiv eingeschränkt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.07.2019 | 09:00 Uhr

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