Stand: 03.11.2017 12:10 Uhr

Sturmschäden: Schlosspark Ludwigslust gesperrt

Nach den beiden Herbststürmen "Xavier" und "Herwart" ist der Schlosspark Ludwigslust auf etwa einem Viertel seiner Fläche schwer beschädigt. "Noch nie gab es im Schlosspark so gewaltige Schäden", sagte Heike Kramer vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften am Freitag in Schwerin. Die mit 127 Hektar größte historische Parkanlage Mecklenburg-Vorpommerns bleibe wegen der großen Gefahr weiter gesperrt.

Gefahr besteht auch bei Windstille

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Die Herbststürme haben im Schlosspark Schäden in bislang nicht gekanntem Ausmaß angerichtet.

Die großflächige Sperrung wird voraussichtlich bis zum Jahresende andauern. Lediglich die Hofdamenallee als Hauptflaniermeile und die Lindenallee vom Gartenparterre zur katholischen Kirche sind bisher freigegeben worden. "Alle anderen Wege sind absolut tabu, die weiträumigen Absperrungen sind unbedingt zu respektieren", sagte Kramer. Denn es könnten auch bei Windstille noch immer Äste aus den Baumkronen herabfallen oder sogar ganze Baumstämme umfallen. Auf diese Gefahren weisen auch Warnschilder hin, die im Park aufgestellt wurden.

Großflächige Zerstörung: 200 Jahre alte Bäume verloren

Die Stürme haben in der historischen Anlage hunderte Bäume umgerissen, entwurzelt oder stark beschädigt. Zum Teil handelt es sich um Baumriesen, die vor mehr als 200 Jahren gepflanzt wurden, als der Park nach Entwürfen des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné angelegt wurde. Auf manchem Hektar steht kein einziger Baum mehr. Immer noch sind die Gärtner täglich im Einsatz, um Gefahren durch Stämme und Äste zu beseitigen. Aber weil die Schäden so immens sind, wird es noch Monate dauern, bis alle Gefahrenquellen beseitigt sind. Wie durch ein Wunder waren bei den Stürmen die historischen Bauten im Schlosspark, wie Brücken, Wasserspiele, Mausoleen oder der sogenannte Kaisersaal, nicht beschädigt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.11.2017 | 12:00 Uhr

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