Stand: 10.01.2020 11:20 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Sturmflutwand Warnemünde in Betrieb genommen

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Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus legt mit Hand an, um die Sturmflutwand zu schließen.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat am Freitag die neue Sturmflutschutzwand in Rostock-Warnemünde in Betrieb genommen. Symbolisch setzte er an einem der vier Durchgänge durch die Schutzwand einen Dammbalkenverschluss ein. Ab sofort ist das Schutzsystem am Südende des Alten Stroms einsatzbereit.

Durchgänge werden bei Sturmflutwarnung verschlossen

Sobald eine Sturmflut vorhergesagt wird, werden die vier Durchgänge zur integrierten Promenade und zu den Bootsliegeplätze im Alten Strom künftig von der Wasserwehr Warnemünde mit solchen Dammbalken verschlossen. Die neue Promenade wird voraussichtlich Anfang März für die Öffentlichkeit freigegeben.

Alte Mauer war nach 50 Jahren marode

Auch um die Akzeptanz von Einwohnern und Touristen für das neue Bauwerk zu erhöhen, ist die 500 Meter lange Schutzwand mit 2,75 Metern nur minimal höher als die alte Konstruktion, die nach rund 50 Jahren dringend erneuert werden musste. Bis zu elf Meter tiefe Stahlspundwände wurden in den Boden gebracht. Sie soll Wasserständen von bis zu 2,50 Meter über Normalnull standhalten. Nach Ansicht der Planer bietet die Wand damit Schutz für die kommenden Jahrzehnte.

Insgesamt rund elf Millionen Euro Baukosten

Die Besonderheit ist, dass die Sturmflutmauer aufgrund der modularen Bauweise noch um weitere 20 Zentimeter erhöht werden kann, um auch bei künftig steigendem Meeresspiegel Schutz zu gewährleisten. 70 Prozent der Baukosten von rund 9,25 Millionen Euro kommen aus Bundesmitteln, 30 Prozent trägt das Land. Insgesamt wurden etwa elf Millionen Euro investiert, da die Hansestadt Rostock auch verschiedene Anschlussbereiche erneuert hat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.01.2020 | 08:00 Uhr

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