Stand: 08.10.2019 14:57 Uhr

Studie: Sanierung von Radwegen in MV wird teuer

Zwei Radfahrer auf dem Deich. © Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern Foto: TMV/outdoor-visions.com
Das wünschen sich Fahrradfahrer in MV - ein gut ausgebautes Radwegenetz.

Für die Sanierung der Radwege müsste Mecklenburg-Vorpommern tief in die Landeskasse greifen. Nach Angaben von Verkehrsminister Christian Pegel erfordert dieses Vorhaben Investitionen in Millionenhöhe. Das hat eine Studie im Auftrag seines Ministeriums ergeben. Allein auf der Urlaubsinsel Usedom beläuft sich der Finanzbedarf für Reparaturen und Erneuerung auf etwa zehn Millionen Euro. Fachleute aus Erfurt hatten den Zustand der von Radfahrern genutzten Wege und Straßen auf Usedom untersucht. Dazu gehörten sowohl die Abschnitte des Ostseeküsten-Radwegs und des Fernradwegs Berlin-Usedom als auch kommunale Straßen.

Viele Radwege in mangelhaftem Zustand

Wegen des schlechten Zustandes der Radwege wurde Mecklenburg-Vorpommern bei Radtouristen immer unbeliebter. Die schlechter gewordenen Umfragewerte haben offenbar die Tourismuswirtschaft und die Landesregierung alarmiert. Allerdings kam eine gemeinsame Strategie von Land und Kommunen zur Verbesserung des Radwege-Angebots bislang nicht zustande. Minister Pegel hatte mehrfach auf die Mitverantwortung von Gemeinden und Kreisen verwiesen. Die sehen sich aber wegen der immensen Kosten überfordert.

Landestourismusverband: Investitionen reichen nicht aus

Im Etatentwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 hatte die Landesregierung für Radwege vier Millionen Euro eingeplant. Landestourismusverband und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) sprachen sich bereits dafür aus, dieses Geld vor allem in den Ostseeküsten-Radweg und den Radfernweg Berlin-Kopenhagen zu investieren. Allerdings reichen die vier Millionen Euro nach Ansicht der Verbände nicht aus, um alle neun Radfernwege im Land zu unterhalten und an die steigenden Bedürfnisse anzupassen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.10.2018 | 15:00 Uhr

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