Stand: 05.07.2020 16:13 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Stromkosten in MV auf dem Land deutlich höher

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In ländlichen Regionen werden die Netznutzungsentgelte aufgrund der geringeren Einwohnerdichte auf weniger Schultern verteilt.

Verbraucher in ländlichen Gebieten müssen für Strom generell meist tiefer in die Tasche greifen als Stadtbewohner. Das geht aus Daten des Vergleichsportals Check24 hervor. Im bundesweiten Durchschnitt sei Strom auf dem Land rund zwei Prozent teurer als in Städten. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterschied noch deutlich größer. Im Durchschnitt unterschieden sich die Stromkosten zwischen Stadt und Land bei uns um neun Prozent. Für 4.250 Kilowattstunden bezahlen Stadtbewohner laut Check24 durchschnittlich 1.260 Euro pro Jahr. Für Landbewohner koste die selbe Menge Strom im Durchschnitt 117 Euro mehr.

Grund für höhere Kosten Netznutzungsentgelte?

Ein möglicher Grund für die Preisunterschiede sind die Netznutzungsentgelte. Sie werden erhoben, um Erhalt, Qualität, Sicherheit und den Ausbau des Stromnetzes zu gewährleisten und machen rund ein Viertel des Strompreises aus. "In ländlichen Regionen werden die Netznutzungsentgelte aufgrund der geringeren Einwohnerdichte auf weniger Schultern verteilt", sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. "Außerdem werden Investitionen in die Energiewende vor allem auf dem Land getätigt. Die Kosten dafür legen die Betreiber des örtlichen Verteilnetzes anteilig auf die Stromkunden um."

Alternative Stromversorger sind häufig günstiger

Vergleichsweise hoch sind die Unterschiede auch in Schleswig-Holstein und im Saarland. Nur in Hessen und Thüringen ist das Phänomen umgekehrt und Landbewohner profitieren von minimal günstigeren Preisen im Vergleich zu Stadtbewohnern. Die Tarife der alternativen Stromversorger sind laut Check24 generell deutlich günstiger als die Grundversorgung. Demnach sparten Verbraucher innerhalb eines Jahres insgesamt 311 Mio.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.07.2020 | 16:00 Uhr

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