Stand: 09.03.2020 05:51 Uhr

Streit um Luftmessungen an Deponie Ihlenberg

Selmsdorf: In der Deponie der Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft (IAG) werden angelieferte Abfälle eingelagert. © dpa Foto: Bernd Wüstneck
Einem Gutachten zufolge sind auf der Deponie Grenzwerte überschritten worden. Die Überschreitungen seien aber nicht bedenklich. (Archivbild)

Zwischen der Gemeinde Selmsdorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) und dem Umweltministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern gibt es Streit. Anlass sind Forderungen der Gemeinde nach weiteren Luftmessstationen im Umfeld der landeseigenen Giftmülldeponie Ihlenberg.

Luftmessungen an drei Standorten gefordert

Bereits kurz nach dem Bekanntwerden von Umweltverstößen Ende 2018 auf der Deponie war die Verunsicherung bei den Anwohnern sehr groß, sagte Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) NDR 1 Radio MV. Bereits damals verlangte die Gemeinde von der Landesregierung die Aufstellung von drei Luftmessstationen: in Hof Selmsdorf, in Selmsdorf und im Oberdorf von Selmsdorf für ein Jahr.

Erneute Beschwerde beim Ministerium

Es geht laut Kreft vor allem um geruchlose Schadstoffe von der Deponie. Wenn es um die Gesundheit der Menschen gehe, dürften Kosten nicht vorgeschoben werden. Ende Februar hatte die Gemeinde erneut Beschwerde im Umweltministerium eingereicht. Bisher wurden die Forderungen der Gemeindevertreter abgelehnt - aus Kostengründen. Selmsdorf liegt knapp zwei Kilometer von der Deponie Ihlenberg entfernt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.03.2020 | 05:30 Uhr

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