Eine Discokugel hängt in einem Club über tanzenden Menschen. © picture alliance

Stralsunder Stadtvertretung will Vergnügungssteuer aussetzen

Stand: 11.11.2021 05:50 Uhr

Um die Veranstaltungsbranche in Stralsund zu entlasten und damit das Nachtleben wieder zu aktivieren denkt die Stadtvertretung der Hansestadt darüber nach, die Vergnügungssteuer auszusetzen.

Das Stralsunder Nachtleben soll wieder in Schwung kommen. Darüber haben Vertreter der Stadt und Veranstalter am Mittwoch auf einem "Disco-Gipfel" diskutiert. Auch über die Aussetzung der Vergnügungssteuer wurde gesprochen.

Antrag zur Vergnügungssteuer

Stralsunderinnen und Stralsunder fahren bis nach Rostock oder Neubrandenburg, um in eine Disco zu gehen. Das könne so nicht sein, sagte Oberbürgermeister Alexander Badrow und kündigte an, dass es einen Antrag in der kommenden Bürgerschaftssitzung geben soll, die Vergnügungssteuer auszusetzen. Die liegt bei 15 Prozent pro verkaufter Eintrittskarte. Die Stadtverwaltung spricht von einer möglichen finanziellen Entlastung für die ohnehin schon stark gebeutelte Veranstaltungsbranche. Auf dem Disko-Gipfel mit 30 Vertretern aus der Veranstaltungsszene war auch das Thema Mobiltät in den Abend- und Nachtstunden ein Thema. Hier soll es Gespräche mit dem Landkreis als Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs geben.

Ausbau der Lokschuppen angedacht

Langfristig plant Stralsund den Ausbau von einem der drei alten ungenutzten Lokschuppen für Veranstaltungen. Das werde aber frühstens in vier oder fünf Jahren so weit sein. Bis dahin warb der Oberbürgermeister bei den Stralsundern auch um Toleranz für Veranstaltungen, die, so Badrow, nun mal nicht lautlos sein könnten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.11.2021 | 06:00 Uhr

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