Stand: 15.06.2020 06:39 Uhr

Strände nach Aufspülungen wieder breiter

Eine Fontäne aus Sediment bei einer Strandaufspülung. © NDR Foto: Christine Arendt aus Kloster
Beim Aufspülen wurde der Sand zum Schutz vor Munitionsresten gesiebt. (Themenbild)

Die Sandaufspülungen an Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste sind abgeschlossen. Mit den Arbeiten in den vergangenen Wochen sollte die Küste bei Dierhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) wieder besser vor Sturmfluten geschützt werden.

Größte Maßnahme seit Jahrzehnten

Verstärkt wurde der Abschnitt von Graal-Müritz über Dierhagen bis Wustrow. Seit Anfang April wurden dort insgesamt 740.000 Kubikmeter Sand aufgespült. Die Menge des bewegten Sandes entspricht mehr als 60.000 Lastwagenladungen. Es ist laut Umweltministerium die größte Maßnahme dieser Art seit Jahrzehnten.

Sieb schützt vor Munitionsresten

Der Sand wurde in der Ostsee gewonnen, mit Schiffen zur Küste transportiert und dort über eine Rohrleitung auf den Strand gespült. Zusätzlich wurde der gesamte Sand gesiebt. So sollte verhindert werden, dass explosive Kampfmittel vom Grund der Ostsee an den Strand gelangen.

Neuer Strandhafer wird gepflanzt

Auch Dünen profitieren von der Aufspülung, und zwar die, die durch die letzten Sturmfluten 2017 und 2019 viel Sand verloren haben. Zusätzlich wird nun noch Strandhafer gepflanzt. Die Kosten für dieses Küstenschutzprojekt betragen rund 5,3 Millionen Euro, die aus Mitteln des Bundes und Landes finanziert.

Weitere Informationen
Im Ostseebad Graal-Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) wird am 09.02.2017, nach dem offiziellen Startschuss für die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden nach der schweren Sturmflut am Jahresanfang, eine schwer beschädigte Düne repariert. © dpa Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

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Eine Fontäne aus Sediment bei einer Strandaufspülung. © NDR Foto: Christine Arendt aus Kloster

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.06.2020 | 09:00 Uhr

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