Stand: 26.07.2020 13:36 Uhr

Steuererklärung: Frist läuft ab

Formulare zur Steuererklärung neben aufgeschlagenem Aktenordner und Taschenrechner © picture-alliance/dpa-Report Foto: Tagesspiegel Kitty Kleist-Heinrich
Wer seine Steuererklärung selbst ausfüllt, hat noch bis zum 31. Juli Zeit, seine Unterlagen abzugeben. Rentner in MV können eine vereinfachte Variante einreichen (Symbolbild).

Die Corona-Pandemie mit geschlossenen Kitas, Homeoffice und Maskenpflicht hat vielen Menschen hierzulande wochenlang Stress bereitet. Nun steht obendrein die Steuererklärung an. Letzter Abgabetermin für alle, die sie selbst ausfüllen, ist der 31. Juli, also kommenden Freitag. Diejenigen, die ihre Steuererklärung bis dahin nicht fertig bekommen, können eine Fristverlängerung beantragen, ein formloses Schreiben per Brief oder Fax an das Finanzamt reicht aus. Die Steuernummer muss angegeben und der Wunsch nach Fristverlängerung begründet werden. Beispielsweise sind die Situation im Homeoffice und die Kinderbetreuung Gründe, denen sich die Finanzämter nicht verschließen würden, so formuliert es der Sprecher des Finanzministeriums in Schwerin, Stefan Bruhn. Wer die Steuererklärung nach dem 31.7. abgibt, ohne die Frist verlängert zu haben, der muss 25 Euro pro verspäteten Monat zahlen.

Corona: Kaum Auswirkungen auf Bearbeitungszeiten

Wer einen Steuerberater beauftragt, hat Zeit bis Ende Februar nächstes Jahr, also bis zum 28. Februar 2021. Weil dieses Datum im kommenden Jahr ein Sonntag ist, gilt der 1. März. Der Stichtag gilt auch für alle, die einen Lohnsteuerhilfeverein zu Rate ziehen. Corona hat bislang kaum Auswirkungen auf die Bearbeitungszeit in den Finanzämtern, da laufe alles nach Plan, heißt es aus dem Ministerium.

"Steuererklärung light" für Rentner in MV

Rentner in Mecklenburg- Vorpommern können auch in diesem Jahr wieder eine vereinfachte Steuerklärung beim Finanzamt abgeben. Dabei handelt es sich um einen zweiseitigen Vordruck, übersichtlich und einfach auszufüllen, so das Finanzministerium in Schwerin. Rentenbezieher können so einfacher ihre Steuererklärung erledigen. Denn die wesentlichen steuerrelevanten Daten etwa von Versicherungen oder Renten, liegen den Finanzämtern ohnehin vor. Belege müssen nicht mitgeschickt sondern nur vorgehalten werden. Laut Finanzministerium wurden an mehr als 30.000 Rentner im Land Vordrucke und Erläuterungen zum so genannten Amtsveranlagungsverfahren verschickt. Immer mehr Rentenbezieher machten von dem Verfahren Gebrauch. 20.000 einfache Erklärungen gingen bereits im Vorjahr bei den Finanzämtern ein, hieß es - ein neuer Rekord.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 26.07.2020 | 12:00 Uhr

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