Stand: 08.12.2019 09:41 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Stasi-Unterlagen: Standort für zentrales Depot gesucht

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Jörn Mothes fordert eine schnelle Entscheidung für ein zentrales Depot für die Stasi-Unterlagen.

Vor 30 Jahren, im Dezember 1989, versuchten Bürgerkomitees in mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns zu verhindern, dass Stasi Akten vernichtet werden. Zeitzeugen erinnerten am Freitagabend an die teilweise chaotischen Zustände, wie sie die Mitarbeiter der Stasi-Dienststellen davon abhielten, weiterzumachen. Bei der Gedenkveranstaltung im Schweriner Dokumentationszentrum für die Opfer der Diktaturen in Deutschland ging es auch um die Frage, was mit den geretteten Akten geschehen soll.

30 Jahre nach der Stasi-Auflösung in Schwerin

Nordmagazin -

Mit einer Gedenkveranstaltung wurde in Schwerin an die Stasi-Auflösung 1989 erinnert. Damals hatte das Bürgerkomitee die Bezirksverwaltung besetzt, um die Aktenvernichtung zu stoppen.

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Jörn Mothes: "Akten in bedrohlichem Zustand"

Mecklenburg-Vorpommern solle jetzt einen Vorschlag machen, wo das zentrale Depot für die Stasi-Unterlagen im Land gebaut werden soll. Das fordert Jörn Mothes, Vorsitzender des Beirates des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Jedes der fünf neuen Bundesländer soll ein zentrales Depot einrichten - neun Monate seien seit diesem Bundestagsbeschluss vergangen, ohne dass sich die Landesregierung geäußert habe. Schwerin, Rostock und Greifswald kommen für den Bau, der zehn Regalkilometer Akten fassen muss, in Frage. Die Entscheidung sei sehr wichtig, so Mothes. Die Akten seien in einem bedrohlichen Zustand und müssten restauriert werden, so Mothes. Außerdem solle die Digitalisierung vorangetrieben werden, um die Benutzung zu vereinfachen.

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Mehrere Standorte für ein zentrales Archiv in MV kommen in Frage. (Archivbild)
Zeit für zentrales Stasiunterlagendepot drängt

In Schwerin befindet sich das Dokumentationszentrum und das Landeshauptarchiv wird gerade gebaut. In Rostock gibt es ein Akten-Magazin und die gut besuchte Gedenkstätte. Auch Greifswald als Archivstandort komme in Frage. Vom Bildungsministerium hieß es, dass es Gespräche mit dem Bundesbeauftragten gebe und dass gerade die Abstimmung mit den Regierungsfraktionen laufe. Mothes sagte, im Februar könnte auf Bundesebene eine Entscheidung getroffen werden, wo die Stasi-Akten und Unterlagen in den nächsten Jahrhunderten lagern werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 07.12.2019 | 12:00 Uhr

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