Regale mit Stasiakten in der Außenstelle Rostock des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen © picture alliance / ZB Foto: Bernd Wüstneck

Stasi-Akten: Rund 3.000 Anträge auf Einsicht in MV

Stand: 27.12.2020 15:07 Uhr

Nach wie vor haben die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern großes Interesse an der Einsicht in die Stasi-Akten. In diesem Jahr gab es rund 3.000 Anfragen.

Auch wenn das Interesse der Menschen an der Vergangenheit noch immer hoch sei, gehe die Zahl im Vergleich zu früheren Jahren zurück, sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn. Vor einem Jahr lag die Zahl der Anfragen in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 5.400. Im Schnitt kämen zwei Drittel der Anträge von Menschen, die den Blick in die Vergangenheit zum ersten Mal wagen wollten. Ein Drittel seien Wiederholungsanträge, da jetzt die Akten weiter erschlossen seien als etwa in den 1990er-Jahren, so Jahn.

Anfang der 90er-Jahre noch 55.000 Anträge

1992, als die persönliche Akteneinsicht mit der neu gegründeten Stasi-Unterlagen-Behörde möglich wurde, waren allein in Mecklenburg-Vorpommern 55.419 Anträge registriert worden. Bis heute summiert sich die Zahl der Anträge, die in den Außenstellen der Bundesbehörde in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg gestellt wurden, auf über 365.000. Die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit sei nicht abgeschlossen, so Jahn.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.12.2020 | 15:00 Uhr

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