Protestierende Menschen mit beschrifteten Schildern in Mirow.

Stadtvertreter gegen Bio-Legehennenanlage in Mirow

Stand: 12.05.2021 06:46 Uhr

Eine geplante Bio-Hühnerhaltung stößt in Mirow auf Gegenwehr. Sowohl eine Bürgerinitiative als auch die Stadtvertreter sind gegen die Anlage. Die künftige Geschäftsführerin ist aber optimistisch.

Die Stadtvertreter von Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) haben am Dienstagabend mehrheitlich gegen den Bau einer Bio-Legehennenanlage am Rande des Ortes gestimmt. Ein Investor will zwischen Mirow und Peetsch eine die Stallanlage für 12.000 Tiere errichten. Ein entsprechender Bauantrag werde derzeit vom Landkreis geprüft, so Bürgermeister Henry Tesch (CDU).

Geplante Anlage relativ klein

Rund 70 Menschen hatten vor der Stadtvertretersitzung gegen industrielle Massentierhaltung demonstriert. Bei der geplanten Bio-Anlage handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Anlage. Im Land gibt es Ställe mit mehreren 10.000 bis weit über 100.000 Legehennen. Ein Emmissionschutzgutachten ist gesetzlich erst ab 15.000 Hühnern vorgeschrieben.

Baubehörde des Kreises entscheidet

Der Bauauschuss von Mirow hatte im Vorfeld schon empfohlen, die Anlage nicht zu bauen. Das letzte Wort zur Genehmigung hat allerdings die untere Baubehörde des Kreises Mecklenburgische Seenplatte. Die künftige Geschäftsführerin, Stefanie Mewes, ist optimistisch, die Bio-Legehennenanlage wie geplant bauen zu können: "Natürlich halten wir uns an alle Gesetze und Verordnungen, gehen darüber sogar noch hinaus, sodass es aus unserer Sicht keine Versagensgründe beim Bau der Anlage gibt."

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Hühner auf einer Wiese. © NDR Foto: Ina Kast

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.05.2021 | 20:00 Uhr

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