Stand: 22.03.2019 14:19 Uhr

Spielbanken-Betreiber nach Neustart zufrieden

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In den Spielbanken im Land wird das "kleine" Spiel angeboten. (Archivbild)

2014 hieß es noch für die Spielbanken im Osten des Landes "rien ne va plus" - nun hat die vor einem Jahr wiedereröffnete Spielbank in Stralsund eine positive Bilanz gezogen. Der Geschäftsführer der Spielbanken-MV-Gesellschaft, Thomas Fritz, ist sehr zufrieden. Das Geschäft laufe wie prognostiziert und sogar noch besser. Der Umsatz liege bei 1,3 Millionen Euro. Inzwischen kommen bis zu 50 Gäste täglich, um an den Automaten zu spielen. In Stralsund wird ausschließlich das sogenannte kleine Spiel, also an Automaten, angeboten.

"Kleines Spiel" und weniger Mitarbeiter

Im Automaten-Casino arbeitet weniger Service-Personal als beim klassischen Spiel mit Roulette, Black Jack und Poker. Das sei Teil des Konzeptes der Betreibergesellschaft, um Kosten zu sparen, so Fritz. Die Spielbanken müssen mindestens 25 Prozent ihres Gewinnes an den Staat abgeben. Laut Fritz waren diese Abgaben der Grund für das Aus der Spielbanken im Jahr 2014. Seinerzeit hatten die letzten Spielbanken in Stralsund, Binz auf Rügen und Heringsdorf auf Usedom geschlossen - nach Streit mit dem Land um zu hohe Abgaben.

Gesellschaft setzt große Hoffnungen auf Spielbank in Rostock

Mittlerweile gibt es neben Stralsund weitere Spielbanken in Schwerin und Neubrandenburg, eine weitere ist in Rostock geplant. Dort soll es dann neben den Automaten auch das klassische Spiel und sogar Live-Events geben. Die Gesellschaft erhofft sich von ihr einen Umsatz von rund 4 Millionen Euro im Jahr. Zusammen mit den anderen drei Standorten, die jeweils etwa eine Million Euro Euro pro Jahr erwirtschaften, sind es dann insgesamt sieben Millionen Euro. Sind alle vier Spielbanken in Betrieb, dann will die Gesellschaft 65 Mitarbeiter beschäftigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.03.2019 | 12:00 Uhr

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