Solaranlage in Flammen - Routine für Feuerwehr
Auf einem ehemaligen Bundeswehr-Gelände bei Schwerin hat es gebrannt: Durch einen technischen Defekt waren Solarpanele auf dem Dach der Schwimmhalle in Stern Buchholz in Brand geraten. Eine große Qualmwolke zog am Sonntag über die Landeshauptstadt. Der Brand wurde durch die Berufsfeuerwehr Schwerin gelöscht. Der Sachschaden beträgt rund 50.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt und waren auch zu keinem Zeitpunkt gefährdet, erklärte die Polizei.
Besondere Regeln bei Photovoltaik-Bränden
Spezielle Ausrüstung sei beim Löschen des Feuers nicht nötig gewesen, sagte der Einsatzleiter Stephan Jakobi NDR 1 Radio MV. Allerdings sind die Feuerwehrleute für derartige Einsätze geschult. Denn an brennenden Photovoltaik-Anlagen sind besondere Regeln zu beachten, da sie auch dann noch Strom erzeugen, wenn sie nicht mehr am Netz sind. Die Einsatzkräfte dürfen zum Beispiel nicht näher als einen Meter an die Module herantreten. Und auch beim Löschen ist - je nach Stärke des Wasserstrahls - ein Abstand von einem bis fünf Metern einzuhalten.
Löschen von Solaranlagen gehört zur Ausbildung
Wenn sich in der Vergangenheit vereinzelt Feuerwehren geweigert haben, Photovoltaik-Brände zu löschen, könne das auch an mangelnder Aufklärung gelegen haben, so die Einschätzung der Berufsfeuerwehr Schwerin. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Salarmodulen ist das Löschen dieser Anlagen aber mittlerweile fester Bestandteil der Ausbildung der Feuerwehrleute. Der Feuerwehrverband hat auf seiner Internetseite umfangreiche Informationen zu dem Thema zusammengestellt.