Seit Dienstag: Testpflicht beim Einkaufen in MV

Stand: 08.04.2021 13:31 Uhr

Einfach spontan nach der Arbeit noch neue Socken kaufen - das ist nicht mehr in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns möglich. Der Einzelhandel, Friseurgeschäfte und Kosmetikstudios dürfen nur noch mit einem negativen Corona-Test besucht werden.

Die Corona-Testpflicht in großen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ist ausgeweitet worden. Wer etwa shoppen gehen will, braucht seit Dienstag einen negativen Corona-Test. Die neue Corona-Landesverordnung gilt nun auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald, weil eine Allgemeinverfügung mit lockeren Regeln inzwischen ausgelaufen ist. Damit darf auch der Besuch von Museen und anderen kulturellen Einrichtungen nur noch mit negativem Corona-Test stattfinden. In der Hansestadt Rostock treten die Regelungen laut Landesregierung erst zum kommenden Sonnabend in Kraft, weil die Corona-Infektionszahlen dort geringer sind. Das gilt auch für körpernahe Dienstleistungen wie Friseure oder Kosmetikstudios, für die sonst im Land seit vergangenem Mittwoch ein negativer Corona-Test notwendig ist.

Testpflicht gilt auch für Kinder

Diese Testpflicht gilt auch für Kinder. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf NDR Anfrage mit. Anders als bei der Maskenpflicht spiele das Alter der Kinder dabei keine Rolle. Überall dort, wo Erwachsene einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, gelte das auch für Kinder. Diese Regelung entspreche der Corona-Landesverordnung. Dort sind alle Regeln zu den Tests altersunabhängig verfasst worden.

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Screenshot: Schnelltestzentren auf einer Karte im Regierungsportal MV.

Schnelltestzentren in Mecklenburg-Vorpommern im Überblick

Die Karte mit den Standorten der Testzentren wird laut Gesundheitsministerium regelmäßig aktualisiert. extern

Vier-Augen-Prinzip in Geschäften erforderlich

Laut Gesundheitsministerium gibt es landesweit rund 200 Testeinrichtungen, bei denen die nötigen Nachweise eingeholt werden können. Das Schnelltest-Ergebnis darf maximal 24 Stunden alt sein. Selbst durchgeführte Tests werden nur dort akzeptiert, wo sie auch durchgeführt werden - also beispielsweise beim Friseur oder im Geschäft. Sie gelten aber nicht für anschließende Termine. Jeder Bürger kann pro Woche einen kostenlosen Schnelltest in einem Testzentrum durchführen lassen. Selbsttests werden zudem in Supermärkten, Drogerien und in Apotheken verkauft.

Keine Testpflicht in Supermärkten, Baumärkten und Drogerien

Lebensmittelgeschäfte, Baumärkte und Drogerien sind von der Testpflicht generell weiterhin nicht betroffen, unter anderem können auch Tankstellen, Wochenmärkte, Blumen- und Buchläden sowie Gartenmärkte normal besucht werden. Vor allem der Einzelhandelsverband kritisierte die Schnelltest-Pflicht: Es sei viel Aufwand damit verbunden und zu viele Fragen seien noch offen.

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Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) im Studio von NDR 1 Radio MV. © ndr.de Foto: ndr.de

Glawe beantwortete Fragen rund ums Testen und Impfen

Eine häufige Frage war, welcher Test erforderlich ist, um zum Friseur zu gehen oder im Einzelhandel einzukaufen. mehr

Friseure: Terminabsagen wegen der Testpflicht

Die Landesinnungsmeisterin des Friseurhandwerks und der Kosmetiker in Mecklenburg-Vorpommern, Ines Tietböhl, erzählte von einigen Terminabsagen wegen der eingeführten Testpflicht. Gerade für Kunden im ländlichen Raum sei es schwierig, an Tests zu kommen, und zudem seien viele nicht mehr mobil. Neben dem Aufwand sei dies bei einigen auch eine Kostenfrage, wenn fünf bis sieben Euro für einen Selbsttest oben drauf kämen für einen Friseurbesuch. Der Landesapothekenverband hatte jüngst von zu wenigen Schnelltests berichtet. Demnach könne der Bedarf noch nicht abgedeckt werden. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte daraufhin, dass die Engpässe zeitnah beendet sein sollen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 07.04.2021 | 20:00 Uhr

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