Stand: 05.02.2020 18:11 Uhr  - Nordmagazin

Seenplatte: Zweiter Streiktag beim Nahverkehr

Am Dienstag und am Mittwoch waren die Busfahrer in der Region Mecklenburgische Seenplatte zum Streik aufgerufen. (Archivbild)

Der Warnstreik bei der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) hat am Dienstag und Mittwoch den Busverkehr in der Müritzregion weitgehend zum Erliegen gebracht.

72 Mitarbeiter beteiligen sich am Streik

An dem Ausstand beteiligten sich 72 Mitarbeiter der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) mbH, hieß es. Betroffen waren die Standorte Waren und Röbel, wo 90 Prozent der Busse stehen blieben, sowie Stavenhagen/Demmin, wo etwa die Hälfte der Fahrten ausfiel.

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Beschwerden von Eltern

Im Altkreis Mecklenburg-Strelitz konnte die MVVG nach eigenen Angaben den Schülertransport meist absichern. Es gab aber trotzdem eine große Zahl an Beschwerden von Eltern, da die Kinder wenige Tage vor den Ferien nur schwer zu den Schulen kamen. 85 Prozent der Fahrgäste sind laut MVVG Schüler an der Seenplatte. Die Region ist mit rund 5.500 Quadratkilometern doppelt so groß wie das gesamte Saarland, der bundesweit größte Landkreis und sehr ländlich geprägt. Alternativen zum Busverkehr, wie etwa Züge, gibt es kaum.

Nicht vom Streik betroffen war der Bereich Feldberg-Neustrelitz, inklusive des Stadtverkehrs von Neustrelitz. Auch der Stadtbusverkehr in Neubrandenburg sollte normal laufen. Ebenso fährt bei der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald alles nach Plan.

Warnstreiks vor zwei Wochen begonnen

Die Gewerkschaft setzt damit die Reihe von Warnstreiks fort, die sie vor mehr als zwei Wochen begonnen hatte. In diesem Tarifkonflikt hatte die Arbeitgeberseite zuletzt ein Angebot vorgelegt, in dem sie 70 Euro mehr pro Monat für dieses Jahr und noch einmal monatlich 40 Euro mehr ab 2021 anbot - mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Das lehnte die Gewerkschaft ab. "Wir gehen davon aus, dass da noch etwas geht", hieß es von ver.di.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter für Bus- und Straßenbahnfahrer um 2,06 Euro pro Stunde und einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro monatlich. Die Verhandlungen für rund 1.900 Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern sollen am 17. Februar fortgesetzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 17.02.2020 | 19:30 Uhr

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