Blick auf das Hinweisschild vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg. © dpa Foto: Bernd Wüstneck

Seenplatte: Besuchsverbot in allen Krankenhäusern

Stand: 21.10.2020 14:59 Uhr

Für sämtliche Krankenhäuser im Kreis Mecklenburgische Seenplatte sowie der Uecker-Randow-Region gilt wegen steigernder Corona-Infektionszahlen ein Besuchsverbot. Auch bei den Behörden gibt es Einschränkungen.

Alle acht Krankenhäuser im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie die Kliniken in der Uecker-Randow-Region haben Besuchsverbote ausgesprochen. Als Grund wurden die steigenden Corona-Infektionszahlen genannt. Damit sollen vor allem Patienten vor Infektionen bewahrt und der Klinikbetrieb weiter gewährleistet werden, wie Sprecher mehrerer Kliniken am Mittwoch erklärten. Die Krankenhäuser liegen in Neubrandenburg, Malchin, Altentreptow, Neustrelitz, Demmin, zwei Häuser in Waren an der Müritz und ein Haus in Röbel sowie die Krankenhäuser in Pasewalk, Anklam und Ueckermünde.

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Ausnahmen vom Besuchsverbot möglich

Wie der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft MV, Uwe Borchmann, sagte, werde in der Landesverordnung der Klinikbetrieb beispielsweise mit der Registrierung von Besuchern geregelt. Alles weitere werde den Krankenhäusern selbst überlassen. "Die Kliniken können über diese Verordnung hinausgehen, wie es aktuell in der Mecklenburgischen Seenplatte passiert." Ausnahmen seien etwa bei Kindern oder Sterbenskranken in der Palliativmedizin möglich, müssten aber mit dem ärztlichen Dienst abgesprochen werden. Im größten Klinikum in Neubrandenburg werden derzeit 15 Corona-Patienten stationär behandelt, davon zwei auf der Intensivstation, wie eine Sprecherin sagte. Mehrere Rehabilitationskliniken im Kreisgebiet - so etwa die Müritz-Klinik in Klink bei Waren - dürfen nun ebenfalls nicht mehr von Besuchern betreten werden.  

Behörden schränken Publikumsverkehr ein

Auch die Behörden beschränken den Publikumsverkehr in der Seenplatte auf ein Minimum. Die Stadt Waren schließt ab Donnerstag das Bürgerbüro und die Einwohnermeldestelle. Nur wer vorab einen Termin vereinbare, dürfe in die Verwaltung. Ähnlich läuft es auch in den Städten Röbel, Malchow, Malchin, Neustrelitz und Neubrandenburg ab. Gleiches gelte auch für die gesamte Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte.

Sieben-Tage-Inzidenz über 35

Der dünn besiedelte Großkreis ist mit rund 5.500 Quadratkilometern flächenmäßig der größte Kreis bundesweit und etwa doppelt so groß wie das Saarland. Durch eine Häufung von Neuinfektionen in den letzten Tagen liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit an der Seenplatte bei 38 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und ist somit die höchste in Mecklenburg-Vorpommern. In sieben Tagen wurden insgesamt 99 neue Infektionen registriert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 21.10.2020 | 15:00 Uhr

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