Stand: 26.01.2020 09:58 Uhr

Seehafen Wismar erneut mit Umschlag-Minus

Der Seehafen in Wismar © dpa/ Picture-Alliance Foto: Jens Büttner
Der Seehafen Wismar hat im vergangenen Jahr etwa 6,6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. (Archivbild)

Der Seehafen Wismar hat im vergangenen Jahr etwa 6,6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen - das sind knapp vier Prozent weniger als im Vorjahr. Die Geschäftsführung ist mit dem Ergebnis unzufrieden. Laut Seehafen-Geschäftsführer Michael Kremp sind die Rahmenbedingungen derzeit schwierig. Bereits im vergangenen Jahr war der Umschlag rückläufig.

Holz aus Ostseeraum großer Faktor

Umsatz macht der Seehafen vor allem mit importiertem Holz aus dem Ostseeraum. 2019 haben die Wismarer Holzbetriebe aber andere und preiswertere Quellen genutzt. Denn in den Wäldern habe viel Bruchholz gelegen, bedingt durch Stürme und Borkenkäfer, so der Seehafen-Chef.

Sanktionen gegen Russland wirken sich aus

Ein weiteres Problem seien die Sanktionen gegen Russland, die beträfen auch den Metallbereich. Schwierigkeiten gibt es auch bei Eisen-, Stahl- und Aluminiumerzeugnissen. Hintergrund sind Zollkontingente als Reaktion der EU auf die von den USA verhängten Strafzölle. Trotz der Widrigkeiten will der Seehafen Wismar weiter in seine Infrastruktur investieren, unter anderem in ein neues Gebäude für die Firmenzentrale.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.01.2020 | 09:00 Uhr

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