Stand: 11.01.2019 12:24 Uhr

Seehafen Rostock 2018 mit weniger Umschlag

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Weniger Umschlag, aber ein Plus im Fährverkehr: Der Seehafen Rostock zog Bilanz für 2018.(Archivbild)

Ein Minus beim Umschlag, Zuwächse im Fährverkehr: Der trockene Sommer mit der schlechten Ernte hat das Geschäft im Seehafen Rostock im vergangenen Jahr eingetrübt. Der Seehafen verzeichnet für 2018 einen Rückgang der Umschlagsmenge von knapp vier Prozent auf 25,6 Millionen Tonnen Güter. "Diese Verluste sind auf eine Vielzahl von Sonderfaktoren wie eine schlechte Ernte und planmäßige Wartungsarbeiten bei wichtigen Verladern zurückzuführen", sagte Hafen-Geschäftsführer Jens Scharner bei der Vorlage der Bilanzzahlen 2018.

Hafen-Chef: Keine genereller Negativ-Trend

Laut Scharner lässt sich aus diesen Zahlen aber kein genereller Trend ablesen. Vielmehr handle es sich um temporäre Faktoren. Ein Plus von vier Prozent gegenüber 2017 sei im RoRo- und Fährverkehr erzielt worden. Dies Wachstum reiche aber nicht, um die Umschlagseinbußen zu kompensieren, so Scharner weiter.

Kreuzfahrt: "Warnemünde bleibt der beliebteste deutsche Hafen"

Mit der Entwicklung des Kreuzfahrtgeschäfts ist der Hafen-Chef dagegen sehr zufrieden. Bei 206 Anläufen seien bei der branchenüblichen Zählungsweise rund 923.000 Seereisende an und von Bord der Urlauberschiffe gegangen - ein Rekord. "Warnemünde ist und bleibt der beliebteste deutsche Hafen für internationale Gäste und ist auch ein bedeutender Start- und Zielhafen für deutschsprachige Kreuzfahrttouristen", so Scharner. In der Kreuzfahrtsaison 2019 werden demnach voraussichtlich ab dem 19. April insgesamt 199 Anläufe von 41 Kreuzfahrtschiffen erwartet.

40 Millionen Euro werden 2019 investiert

Im Jahr 2019 stehen im Hafen einige Investitionen an. Rund 40 Millionen Euro sollen in die Entwicklung und den Ausbau der Hafeninfrastruktur fließen - ebenfalls eine Rekordsumme. Dazu gehöre beispielsweise das zweite Abfertigungsgebäude für Kreuzschifffahrt direkt neben dem bestehenden Cruise Center.

Derzeit laufen die Planungen für den Bau einer Landstromanlage in Warnemünde. Sie soll bis zum Jahr 2020 in Betrieb genommen werden. Zwei Jahre später soll dann auch das Terminal zum Umschlag von Flüssiggas (LNG) im Überseehafen Rostock fertig sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.01.2019 | 11:00 Uhr

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