Grabsteine und Kreuze der Gedenkstätte Golm erinnern an den Luftangriff auf Swinemünde im Zweiten Weltkrieg. © imago images / imagebroker/theissen

Schwesig erinnert an die Opfer des Zweiten Weltkriegs

Stand: 08.05.2021 11:02 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat an die Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert, der vor 76 Jahren zu Ende gegangen ist.

Der 8. Mai sei ein wichtiger Tag in der deutschen Geschichte, sagte Schwesig. "Für die meisten Menschen war der 8. Mai 1945 ein Tag der Freude und Erleichterung. Endlich war dieser furchtbare Krieg vorbei. Die Menschen konnten wieder Hoffnung schöpfen. Und viele beteiligten sich schon bald am Wiederaufbau des Landes." Es dürfe nie vergessen werden, dass der Zweite Weltkrieg ein von Deutschland entfachter, verbrecherischer Angriffskrieg mit vielen Millionen Toten war, der Zerstörung in ganz Europa hinterließ. "Wir gedenken jedes Jahr am 8. Mai der Millionen Frauen, Männer und Kinder, die gequält und ermordet wurden, Bomben zum Opfer fielen, im Kugelhagel starben oder verhungert sind."

Immer weniger Zeitzeugen

Der 8. Mai ist in Mecklenburg-Vorpommern ein offizieller Gedenktag. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und die oppositionelle Linke im Landtag fordern, daraus einen arbeitsfreien Feiertag zu machen. Der 8. Mai erinnere auch an die Bedeutung der Demokratie, sagte der DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter. Der Linken-Politiker Peter Ritter ergänzte, es gebe immer weniger Zeitzeugen, die die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachhalten könnten. "Das darf jedoch nicht zu einem Schweigen über das unermessliche Leid und Unrecht führen." Das Bündnis "Demmin für alle" hat für den späten Nachmittag zu einem Gedenk-Treffen "mit Maske, Abstand und Hygienekonzept" im Demminer Hafen eingeladen. Rechtsextremisten hingegen hatten demnach zuvor eine Aktion in Demmin abgesagt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.05.2021 | 12:00 Uhr

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