Stand: 05.03.2018 14:06 Uhr

Schwesig: Runder Tisch zu Frauenhäusern

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Beschäftigte aus den 32 Einrichtungen des Hilfenetzes bei häuslicher und sexualisierter Gewalt demonstrierten in Schwerin.

Im Streit um die Gehälter von Mitarbeiterinnen in Frauenhäusern und Beratungsstellen schlägt die Landesregierung den Trägern einen Runden Tisch für Gespräche zur Finanzierung vor. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei einer Demonstration von Beraterinnen in Schwerin.

Deutlich geringere Bezahlung als im Öffentlichen Dienst

Mehrere Dutzend Mitarbeiterinnen aus Frauenhäusern und den Beratungsstellen zu häuslicher und sexualisierter Gewalt hatten vor dem Frauentags-Empfang der Ministerpräsidentin auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Die Personalbudgets der Einrichtungen seien seit 14 Jahren eingefroren, mittlerweile verdienten die Sozialpädagoginnen, Juristinnen und Psychologinnen monatlich bis zu 1.500 Euro weniger als vergleichbare Fachkräfte im Öffentlichen Dienst, hieß es.

Zunächst bessere Bezahlung, dann weitere Stellen

Ministerpräsidentin Schwesig verwies auf zusätzliche Landesmittel im aktuellen Haushalt. Die Zuschüsse für die neun Frauenhäuser sind zu Jahresbeginn von 700.000 auf 842.000 Euro gestiegen. Zunächst war vorgesehen, mit dem Geld eine dritte Stelle an den Frauenhäusern einzurichten, die noch nicht über eine solche verfügen. Nach Schwesigs Worten soll die Ausweitung des Personals nun in einem zweiten Schritt erfolgen. "Wir können nicht neue Stellen schaffen, ehe nicht die vorhandenen besser bezahlt werden."

Schwesig verweist auf Verbesserung im Koalitionsvertrag

Schwesig regte einen Runden Tisch bei Frauenministerin Stefanie Drese (SPD) an, um dort gemeinsam über das weitere Vorgehen und die Bedarfe in den Frauenhäusern zu sprechen. Schwesig verwies zudem auf den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD im Bund, der Verbesserungen für die Frauenhäuser bundesweit vorsieht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.03.2018 | 13:00 Uhr

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