Stand: 09.07.2020 11:11 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Schwerin: Mehrjährige Haftstrafe wegen Messer-Attacke

Landgericht Schwerin © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner
Der vorbestrafte Angeklagte war erst zwei Wochen vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. (Archivbild)

Ein 19-Jähriger ist vom Landgericht Schwerin zu vier Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte gestanden, im Januar dieses Jahres in Schwerin einen Bekannten so schwer mit einem Messer verletzt zu haben, dass dieser beinahe starb.

Verabredete Auseinandersetzung "wie bei Fußball-Hooligans"

Der Angeklagte hatte sich mit seinem Opfer mitten in der Nacht in Schwerin getroffen - eine verabredete Auseinandersetzung wie bei Fußball-Hooligans, so der Richter. Unvermittelt stach der Angeklagte dann mit einem fast 30 Zentimeter langen Küchenmesser auf sein Opfer ein - der 18-Jährige musste notoperiert werden. Ein Freund des Opfers versuchte dem Angeklagten das Messer abzunehmen - auch er wurde schwer verletzt.

Erst Haft, dann Entzug

Zwei Monate vor der Tat war der mehrfach vorbestrafte Angeklagte aus dem Gefängnis entlassen worden. Er stand bei der Tat unter Drogen und war alkoholisiert. Sein kriminelles Verhalten werde immer schwerwiegender, er halte sich einfach nicht an Gesetze, sagte der Vorsitzende Richter nun. Der Angeklagte beteuerte vor Gericht, er habe niemanden töten wollen. Nach der Haftstrafe muss der Mann in den Entzug.

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NDR 1 Radio MV | 09.07.2020 | 11:00 Uhr

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