Stand: 01.03.2019 15:41 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Schwerin: Mehr Wärme bei Geothermie-Bohrung

Bild vergrößern
Die Ergebnisse der ersten Probebohrung der neuen Geothermie-Anlage in Schwerin sind vielversprechend. (Symbolfoto)

Die Schweriner Stadtwerke können mit heißem Wasser aus der Erde deutlich mehr Wärme erzeugen als bisher geplant. Das zeigen die Ergebnisse der ersten Probebohrung der neuen Geothermie-Anlage. Das geförderte Wasser ist mit 56 Grad wärmer als erwartet, sagte ein Sprecher am Freitag. Zudem habe die Bohrung genau die Mitte einer kilometerlangen unterirdischen Rinne mit sehr wasserdurchlässigem Gestein getroffen.

Thermalwasser aus 1.300 Metern Tiefe

Das bedeutet: Es kann rund ein Viertel mehr Thermalwasser gefördert werden als geplant. Den ersten Bohrturm, direkt neben dem Heizkraftwerk Lankow, hatten die Stadtwerke im Oktober in Betrieb genommen. Das Thermalwasser wird aus fast 1.300 Metern Tiefe gefördert. Als Nächstes soll jetzt die Genehmigung für den zweiten Bohrturm eingeholt werden.

Viel CO2 soll vermieden werden

Ein Turm fördert das heiße Wasser, über Wärmetauscher erhitzt es das Wasser für Fernwärmeheizungen, der andere Turm pumpt das dann kühlere Wasser zurück in den Boden. Die Stadtwerke wollen mit Thermalenergie mehrere Tausend Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vermeiden. Das Projekt kostet rund 15 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.03.2019 | 16:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

04:43
Nordmagazin
01:36
Nordmagazin