Stand: 11.01.2019 14:01 Uhr

Schwerin: Geständnis im Mordprozess

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Für den Prozess am Landgericht Schwerin sind sieben Verhandlungstage eingeplant. (Archivbild)

Am Landgericht Schwerin hat am Freitagvormittag der Prozess gegen einen 44-Jährigen aus Banzkow bei Schwerin begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Schon kurz nach Verhandlungsbeginn legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab.

Motiv Eifersucht

Er habe am Tattag Mitte Juli vorigen Jahres seinem 39 Jahre alten Opfer aufgelauert. Er habe sich an dem Mann rächen wollen, da dieser ihm die Freundin ausspannen wollte. Nachdem die Frau das Haus verlassen hatte, sei er durch ein geöffnetes Badezimmer-Fenster unbemerkt in die Wohnung eingedrungen.

Mit Hammerstiel und Messer attackiert

Dann habe er sich an das Opfer von hinten herangeschlichen und sofort mehrfach mit einem großen Hammerstiel zugeschlagen. Später habe er mit einem Messer 19-Mal auf den Mann eingestochen. Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen an Kopf, Hals und Brustkorb. Der Banzkower konnte fliehen und Hilfe rufen. Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort festgenommen.

Staatsanwaltschaft spricht von Heimtücke

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der Angeklagte besonders heimtückisch vorgegangen. Die ehemalige Freundin des mutmaßlichen Täters hatte sich erst wenige Wochen zuvor von ihm getrennt und war eine Beziehung mit dem Opfer eingegangen.

Bis zu 15 Jahre Haft drohen

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt. Für den Prozess sind bislang sieben Verhandlungstage eingeplant. Ein Urteil wird Anfang Februar erwartet. Dem Beschuldigten drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.01.2019 | 08:30 Uhr

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