Stand: 16.06.2020 06:17 Uhr

Schweinepest: Schutzzaun an der A11 fertig

Der Abschnitt der A11 durch Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt mit einem Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest ausgestattet. Die Bauarbeiten in Vorpommern nahe der polnischen Grenze sind nach Angaben des Infrastrukturministeriums abgeschlossen. Der Wildzaun verläuft von Pomellen bis zur brandenburgischen Grenze nahe der Radewitzer Heide. Er soll nicht nur Wildunfälle auf der Autobahn vermeiden, sondern auch helfen, die Afrikanische Schweinepest von Mecklenburg-Vorpommern fernzuhalten.

Verzögerungen durch Corona-Krise und Munitionsprüfung

Ursprünglich sollte der Zaun Ende April stehen. Doch benötigtes Material wurde coronabedingt nicht rechtzeitig aus China geliefert. Zudem musste eine Fläche auf Munition untersucht werden. Dieser Einsatz ergab sich erst während der Bauarbeiten. Die Kosten für den 20 Kilometer langen Zaun betragen rund 1,2 Millionen Euro. Sie werden vom Bund als Eigner der Autobahnen getragen. Der Zaun wird laut Ministerium noch bis Ende Juni nachgespannt und gerichtet. Dann sei die Maßnahme komplett abgeschlossen.

Zaun zwischen Pomellen und Haff wird vorbereitet

Derzeit laufen die Vorbereitungen für einen zweiten Schutzzaun mit einer Länge von rund 62 Kilometern. Für ihn ist das Landwirtschaftsministerium zuständig. Dieser Zaun beginnt auch am Grenzübergang Pomellen und führt entlang der Grenze zu Polen bis zum Stettiner Haff. Auf polnischer Seite wurden infizierte Wildschweine zuletzt etwa 130 Kilometer von der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern entfernt gemeldet.

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An der A11 wird ein Spezialzaun gegen Wildschweine montiert, um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. © Christopher Niemann Foto: Christopher Niemann

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.06.2020 | 05:30 Uhr

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