Stand: 13.12.2019 18:59 Uhr

Schweinepest: Backhaus ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf

Totes Wildschwein.
Die Afrikanische Schweinepest rückt immer näher. (Archivbild)

Die Sorge vor einer möglichen Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Mecklenburg-Vorpommern wächst. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat nun Behörden, Jäger und Spaziergänger zu noch mehr Wachsamkeit aufgerufen. Es dürfe nicht sein, dass etwa ein verendetes Wildschwein lange an einer Straße herumliege.

Funde von toten Wildschweinen melden

Solche Fälle sollten umgehend an den zuständigen Jäger oder das Veterinäramt gemeldet werden. Aber weil möglicherweise nicht jeder die Kontakte und Telefonnummern parat hat, reiche auch ein Anruf bei der Polizei, so Backhaus. Er habe in den Kreisen und auch beim für die Polizei zuständigen Innenminister noch einmal dafür geworben, Meldeketten einzuhalten.

Die Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in den vergangenen Jahrzehnten auch außerhalb Afrikas aufgetreten, zuletzt vor allem in Russland. ASP ist eine schwere Virusinfektion, die Haus- und Wildschweine betrifft und sich zum Beispiel über Transportfahrzeuge oder Kleidung ausbreitet. Kontakte der Tiere untereinander oder Futter aus Speiseabfällen können ebenfalls Infektionsquellen sein. In Afrika verbreiten auch Zecken die Krankheit weiter. Befallene Tiere leiden an unterschiedlichen Symptomen wie hohem Fieber oder Atemproblemen und verenden in der Regel innerhalb weniger Tage.

Niemand fühlte sich für totes Wildschwein zuständig

Anlass war der Anruf eines Hörers von NDR 1 Radio MV: Er hatte im Landkreis Ludwigslust-Parchim am Straßenrand ein verendetes Wildschwein entdeckt. Krähen pickten bereits an dem Kadaver herum. Es hatte sich aber niemand zuständig gefühlt, das Tier zu bergen. Inzwischen ist laut Backhaus klar, dass das Tier war nicht infiziert. Trotzdem müsse bei solchen Funden künftig schneller reagiert werden.

Schweinepest rückt näher

Die hoch ansteckende Afrikanische Schweinepest rückt immer näher an Deutschland heran. Zuletzt waren in Polen infizierte tote Wildschweine nur rund 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt entdeckt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.12.2019 | 19:00 Uhr

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