Schulen und Kitas in MV: Eltern müssen Kinder vorab anmelden

Stand: 07.01.2021 12:48 Uhr

Eltern in Mecklenburg-Vorpommern müssen ihre Kinder für die Kita-Betreuung von kommender Woche an anmelden. Die Kitas bleiben auch im verlängerten Lockdown geöffnet.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) bat Eltern, ihre Kinder nur in die Kita zu bringen, wenn es gar keine Möglichkeit gibt, sie zu Hause zu betreuen. Das Formular für die die Anmeldung der Kinder bekommen Eltern über die Homepage des Sozialministeriums, in ihrer Kita oder direkt hier. Es ist eine Selbstauskunft. Nach Angaben des Sozialministeriums müssen Eltern nicht nachweisen, dass sie in systemrelevanten Berufen arbeiten. Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. Januar. Ein ähnliches Formular müssen auch Eltern ausfüllen, deren Kinder der ersten bis sechsten Klasse in die Schulen kommen. Auch Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) appellierte an die Familien, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Schwesig stellt Rückkehr weiterer Klassen in Aussicht

In Mecklenburg-Vorpommern bleibt die Präsenzpflicht an den Schulen weiter aufgehoben. Allerdings ist für Schüler in Abschlussklassen eine Ausnahme vorgesehen: Sie sollen ab kommender Woche (11. Januar) zurück an die Schulen kommen - "damit sich die Jugendlichen auf die Prüfungen vorbereiten können", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bereits am Dienstag. Die Regelung soll gelten für Schüler der 10. Klassen, die sich auf die Mittlere-Reife-Prüfung vorbereiten müssen, für Abiturienten an den Gymnasien und Fachgymnasien sowie für Berufsschüler, die in diesem Jahr ihre Ausbildung abschließen. An den Schulen gilt dann für Schüler und Lehrer generell die Maskenpflicht - auch während des Unterrichts. Ab Klasse sieben bleibt es beim Homeschooling. Schwesig stellte die Rückkehr weiterer Klassen an die Schulen bei niedrigen Inzidenzwerten in Aussicht. "Wir wollen schauen ab dem 18. Januar, ob dort, wo der Inzidenzwert unter 50 liegt - also in Rostock und im Landkreis Rostock - Schüler schon eher zurückkommen können."

Weitere Informationen
Die Innenstadt von Schwerin am Marienplatz ist wie ausgestorben © NDR Foto: Henning Strüber

Geteilte Reaktionen auf verlängerten Lockdown in MV

Nach der Ankündigung des verlängerten Lockdowns zeigen sich der Einzelhandel und die Tourismusbranche besorgt. mehr

Schüler- und Elternvertreter zufrieden

Die Ankündigungen stießen überwiegend auf ein positives Echo, denn die Rückkehr der Abschlussklassen war eine zentrale Forderung von Schüler- und Elternvertretern. Der Sprecher des Landesschülerrates, Anton Fischer, sagte, es sei fahrlässig, zu glauben, dass Schüler sich zu Hause alles allein beibringen könnten. "Deshalb ist es gut, die Prüfungsklassen zurück an die Schulen zu holen." Auch Landeselternratssprecher Kay Czerwinski begrüßt die Entscheidung. Die Schüler der Prüfungsklassen bräuchten den Präsenzunterricht dringend, um qualifizierte Abschlüsse zu schaffen. Sie hätten im ersten Lockdown bereits viel Schulstoff versäumt.

Schulleiter: Abschlussklassen teilen

Auch aus Sicht der Schulleitungen müssen die Prüfungsklassen schnell wieder in Präsenz unterrichtet werden, um Schulstoff aufzuholen, sagte Heike Walter, die Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung. Walter plädierte dafür, die Abschlussklassen an den Schulen zu teilen, um Schüler und Lehrer mit mehr Abstand besser zu schützen. Die Infektionslage habe sich im Vergleich zur Vorweihnachtszeit nicht entspannt.

Weitere Informationen
Die Grenzen sollen aber grundsätzlich für Waren und Pendler offen bleiben.

Coronavirus-Blog: EU rät von nicht notwendigen Reisen ab

Die Grenzen sollen aber grundsätzlich für Waren und Pendler offen bleiben. Mehr Corona-News im Blog. mehr

Corona in MV
7-Tage-Inzidenzkarte vom 21. Januar

Corona in MV: 274 Neuinfektionen, vier weitere Todesfälle

Die meisten Neuinfektionen wurden erneut im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte registriert. mehr

Eine Mutter klingelt mit zwei Kindern an einer Tür. © picture alliance/dpa Foto: Uwe Zucchi

Ludwigslust-Parchim: Notbetreuung in Schulen und Kitas

Kitas und Schulen bieten Notbetreuung für Kinder an, deren Eltern in "wichtigen" Berufen arbeiten. mehr

Ein Mund-Nasen-Schutz hängt in einer Schulklasse. © imago images / Michael Weber

Abiprüfungen werden um zehn Tage verschoben

Die Prüfungen beginnen am 23. April. Das Bildungsministerium will außerdem den Notendruck reduzieren. mehr

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig spricht am 21. Januar 2021 vor dem Landtag in Schwerin. © dpa Foto: Jens Büttner

Schwesig verteidigt längeren Corona-Lockdown

Im Landtag bekommt die Regierungschefin von der Opposition sowohl Unterstützung als auch Gegenwind. mehr

Service
Smartphone Telefon-Tastatur. © iStockphoto Foto: Krystian Nawrockii

Bürgertelefone zum Coronavirus

Ministerien, Behörden und Verbände in Mecklenburg-Vorpommern haben Bürgertelefone und Hotlines für Fragen zum Coronavirus geschaltet. Hier finden Sie eine Übersicht. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.01.2021 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Ein Mund-Nasen-Schutz hängt in einer Schulklasse. © imago images / Michael Weber

Abiprüfungen werden um zehn Tage verschoben

Die Prüfungen beginnen am 23. April. Das Bildungsministerium will außerdem den Notendruck reduzieren. mehr

Ein Balkendiagramm vor dem Schweriner Schloß. © Fotolia Foto: Mapics

Wahltrend sieht SPD mit Vorsprung im Landtagswahlkampf

Würde Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag den Landtag wählen, läge die SPD trotz leichter Verluste noch vor der CDU. mehr

7-Tage-Inzidenzkarte vom 21. Januar

Corona in MV: 274 Neuinfektionen, vier weitere Todesfälle

Die meisten Neuinfektionen wurden erneut im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte registriert. mehr

Eine Mutter klingelt mit zwei Kindern an einer Tür. © picture alliance/dpa Foto: Uwe Zucchi

Ludwigslust-Parchim: Notbetreuung in Schulen und Kitas

Kitas und Schulen bieten Notbetreuung für Kinder an, deren Eltern in "wichtigen" Berufen arbeiten. mehr