Stand: 18.02.2018 10:08 Uhr

Schuluntersuchungen: Land tappt im Dunkeln

Eine Ärztin untersucht den Mundraum eines Kindes. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz/dpa
Wegen eines fehlenden Software-Udates fehlt dem Land der Überblick über den Stand der schulärztlichen Untersuchungen.

Die Linksfraktion im Landtag fordert die Landesregierung auf, schulärztliche Untersuchungen besser abzusichern und zu kontrollieren. Zur Zeit könne das Gesundheitsministerium keine Auskunft über den Stand der Gesundheits-Kontrollen geben.

Fehlendes Software-Update

Üblicherweise werden die Daten von den Kreis-Gesundheitsämtern sowie aus Schwerin und Rostock an das Land übermittelt. Zur Zeit fehle den Ämtern dafür aber ein Software-Update. Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zum Stand der Gesundheits-Untersuchungen an den Schulen hervor. Das Gesundheitsministerium sei in dieser Sache im Blindflug unterwegs, kritisierte Linksfraktions-Chefin Simone Oldenburg.

Viele Amtsarztstellen unbesetzt

Gleichzeitig fehlten vielerorts die zuständigen Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst. So seien im Landkreis Rostock vier Amtsarztstellen unbesetzt. Für Schüler in Mecklenburg-Vorpommern sind neben der Schuleingangsuntersuchung auch Gesundheitskontrollen in Klasse vier und acht sowie mehrere zahnärztliche Untersuchungen gesetzlich vorgeschrieben. In den vergangenen Schuljahren wurden viele Schüler nicht untersucht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sollen die aktuellen Daten jetzt schrittweise übermittelt und dann ausgewertet werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.02.2018 | 09:00 Uhr

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