Stand: 01.09.2020 10:35 Uhr

Schloss Klink an der Müritz hat neuen Eigentümer

Das Bild zeigt das Schloss Klink an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern © dpa-Zentralbild Foto: Bernd Wüstneck
Das Schloss Klink wird bereits seit 1997 als Hotel betrieben.

Eines der bekanntesten Schlösser Ostdeutschlands ist verkauft worden. In Klink an der Müritz betreibt die Privathotels-Dr.-Lohbeck-Gruppe aus Westfalen künftig das Hotel im ehemaligen Renaissancebau der Familie Schnitzler. Wie der bisherige Eigentümer Guido Gabriel sagte, hat die Hotelgruppe aus Nordrhein-Westfalen das denkmalgeschützte Hotel mit Orangerie und Wellnessanlagen direkt an der Müritz gekauft. Alle 60 Mitarbeiter würden übernommen. Die neuen Eigentümer wollen rund zwei Millionen Euro investieren und das Haus im Vier-Sterne-Plus-Segment führen. Zum Kaufpreis machte Gabriel keine Angaben.

Schloss als Flüchtlingsunterkunft genutzt

Gabriel hatte das Renaissance-Schloss, das vor 1945 der Gutsbesitzerfamilie Schnitzler gehörte, seit 1997 als Hotel betrieben. Zur Familie Schnitzler gehörte auch der Kommunist Karl-Eduard von Schnitzler (1918-2001), der im DDR-Fernsehen die Sendung "Der Schwarze Kanal" moderierte. In der DDR war das markante Schloss zunächst Flüchtlingsunterkunft und später Erholungsheim.

Als TV-Kulisse genutzt

Die neuen Eigentümer betreiben mehr als 20 Hotels in Deutschland, Österreich und den USA mit insgesamt rund 3.000 Betten und bisher 1.100 Mitarbeitern. Klink ist neben dem Cliff Hotel in Sellin auf Rügen der zweite Standort der Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern. Wegen seiner Lage am See ist das Schloss Klink auch als Kulisse für TV-Serien wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" oder "Unser Charly" genutzt worden. Im Schloss wird an die Geschichte des Hauses erinnert. Die Gemeinde hat Erinnerungstafeln aufstellen lassen, unter anderem für ein massives Mausoleum der Familie Schnitzler, das früher am viel befahrenen Radweg um die Müritz stand.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.09.2020 | 12:00 Uhr

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