Stand: 18.05.2018 12:32 Uhr

Schiffsschrauben-Hersteller MMG wird verkauft

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Die weltweit größten Schiffsschrauben kommen aus Waren: Nach der Schiffsbaukrise 2017 muss nun dort gespart werden.

Die Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG) in Waren wird verkauft. Wie der Hersteller der weltweit größten Schiffsschrauben am Donnerstag mitteilte, übernimmt ein Geschäftsmann aus der Ukraine, der auch an der bisherigen Muttergesellschaft DIHAG Holding GmbH Essen beteiligt ist, die Firmenmehrheit. Über Einzelheiten der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

MMG beschäftigt 250 Mitarbeiter

Mit dem Verkauf will MMG künftig flexibler auf Marktanforderungen reagieren können.Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei der Herstellung von Antriebspropellern für die Schifffahrt und beschäftigt 250 Mitarbeiter.

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Neue Eigentumsverhältnisse bei Metallguss

Nordmagazin -

Der Warener Schiffsschraubenhersteller Mecklenburger Metallguss bekommt einen neuen Eigentümer. Die bisherige Muttergesellschaft DIHAG verkauft die kompletten Firmenanteile.

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Starke Umsatzverluste in der Schiffsbaukrise 2017

Die Gießerei hatte 2016 noch rund 80 Millionen Euro Umsatz, musste aufgrund der weltweiten Schiffsbaukrise 2017 aber einen Umsatzrückgang um rund 25 Prozent hinnehmen. Das wurde mit Kurzarbeit abgefedert. Für das laufende Jahr wird bisher aufgrund starker Auftragsrückgänge mit einem noch geringeren Umsatzvolumen gerechnet. Die Kurzarbeitsmöglichkeit unter den rund 200 Mitarbeitern endet im Juni 2018.

"Signifikante Einsparungen" angekündigt

Derzeit werde genau untersucht, welche Einsparungen weiter nötig sind, sagte Geschäftsführer Lars Greitsch. An "signifikanten Kosteneinsparungen und Kapazitätsanpassungen" komme das Unternehmen nicht vorbei. Die DIHAG-Gruppe mit europaweit elf Gießereien war 2011 an zwei Privatinvestoren verkauft worden. Einer dieser Geschäftsmänner sei nun an MMG mehrheitlich beteiligt.

Auch Manfred Urban soll Geschäftsführer bei MMG bleiben. Er setzt schon lange auf neue Produkte, wie beispielsweise die energieeffizienten Schiffsschrauben. Urban bekräftigte die Einschätzung, dass es Einschnitte geben werde. Es müsse gespart werden.

IG Metall: Zweite Standbein fehlte

Die IG Metall geht davon aus, dass es demnächst Entlassungen geben werde. Sie forderte vom Management größere Anstrengungen für eine zusätzliche Produktlinie. Dem Hersteller großer Schiffsschrauben habe in der jetzigen Schiffbaukrise ein zweites Standbein gefehlt, sagte ein Sprecher der IG Metall Neubrandenburg. Die Gewerkschaft habe "ein hohes Interesse, das die Firma dort bleibt".

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.05.2018 | 12:00 Uhr

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