Stand: 08.06.2020 15:10 Uhr

Sandtigerhai "Niki" tot: Ozeaneum verliert Publikumsliebling

Ein Sandtigerhai im Ozeaneum Stralsund. © dpa Foto: Stefan Sauer
Die Ursache für den Tod "Nikis" ist noch nicht restlos geklärt. (Archivbild)

Einer der Publikumslieblinge im Ozeaneum Stralsund, der Sandtigerhai "Niki", ist tot. Das knapp drei Meter lange und rund 200 Kilogramm schwere Weibchen sei bereits am vergangenen Freitag im Alter von 18 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben, teilte das Ozeaneum mit. "Niki" war 2012 aus dem Zoo-Aquarium Berlin nach Stralsund gekommen und drehte seither im 2,6-Millionen-Liter-Becken "Offener Atlantik" seine Runden.

"Nikis" Leiche wird obduziert

Die Ursache für das Herz-Kreislauf-Versagen sei noch unklar, sagte der Direktor am Deutschen Meeresmuseum, Harald Benke. Das Tier sei für weitere Untersuchungen obduziert worden. Proben sollen von Spezialisten bakteriologisch und histologisch untersucht werden. Besonders alt war "Niki" nicht. In freier Wildbahn werden Tigerhaie einer Museumssprecherin zufolge etwa 40 Jahre alt.

Der Sandtigerhai

Sandtigerhaie sind nachtaktive Tiere. Sie leben überwiegend in flachen Küstengewässern der Karibik und des Atlantik. Sandtigerhaie sind an ihrer zugespitzten Schnauze, kleinen Augen und langen, spitzen nach vorn gerichteten Zähnen erkennbar. Die Weibchen werden bis zu 3,20 Meter lang. Die Fische ernähren sich hauptsächlich von Fischen, Krabben und Hummern. Ihre Jungen, die sich im Mutterleib von Eiern und anderen Embryonen ernähren, haben bereits bei ihrer Geburt eine Körperlänge von einen Meter und sind etwa 20 Kilogramm schwer.

Hunderte bestaunten "Niki" täglich

Vor dem Großbecken des Ozeaneums beobachteten Benke zufolge täglich Hunderte Gäste den Sandtigerhai, wie er typischerweise mit leicht geöffnetem Maul umherschwamm. "Durch unsere jahrelange Obhut von "Niki" konnten wir bei museumspädagogischen Angeboten bereits den Jüngsten vermitteln, dass Sandtigerhaie völlig zu Unrecht als gefährliche Tiere gelten", so Benke.

Weitere Informationen
Direktor Andreas Tanschus, MdB Sonja Steffen SPD, Direktor Harald Benke, Oberbürgermeister Stralsund Alexander Badrow CDU, MdB Eckhard Rehberg CDU, MdL Ann Christin von Allwörden CDU, Parl. Staatssekretär im Bundesinnenministerium Volkmar Vogel  © Silvana Mundt Foto: Silvana Mundt

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.06.2020 | 16:30 Uhr

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