Stand: 23.04.2019 17:28 Uhr

Sandstürme trüben Sicht auf Straßen im Land

Auf Autobahnen und Straßen in Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag eine erhöhte Gefahr durch Sandstürme bestanden. Auch am Abend wurde weiterhin vor Staubstürmen gewarnt. Aktuelle Verkehrsmeldungen gibt es hier.

Ein Auto fährt auf einer Landstraße auf die Kamera zu, von einem Feld weht viel Sand und Staub auf die Straße.

Durch Trockenheit: Sandstürme gefährden Verkehr

Nordmagazin -

Wegen des trockenen Bodens und starken Windes müssen sich Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern auf Sandstürme einstellen. Das Agrarministerium fordert eine geänderte Fruchtfolge.

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Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h herabgesetzt

An mehreren Autobahnabschnitten wurden Warnschilder mit den Hinweisen "Gefahrenstelle" und "Sandsturm" aufgestellt. Stellenweise wurde laut Polizei die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt. Auf der A20 zwischen Strasburg und Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sowie am Dreieck Wittstock von A24 und A19 galt laut Verkehrsministerium wegen der Sandsturmgefahr für einige Stunden ein Tempolimit von 80 km/h. Auf der A24 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim sei die Höchstgeschwindigkeit wegen einer Baustelle ohnehin herabgesetzt. Dort seien zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt worden.

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Starke Sandverwehungen bei Wolgast

Der Acker wandert: Im Wolgaster Ortsteil Zecherin treiben starke Windböen den ausgetrockneten Sandboden über die Straßen. Es besteht die Gefahr von Sandstürmen. Video (00:19 min)

Trockenheit und böiger Wind begünstigen Sandstürme

Begünstigt durch die anhaltende Trockenheit und den böigen Ostwind kann es insbesondere auf leichten Böden und auf Flächen mit geringem Pflanzenbestand zu Verwehungen kommen. Autofahrer sollten besonders an Waldrändern und offenen Feldern vorausschauend fahren. Auch auf der B191 zwischen Spornitz und Parchim sowie der B192 zwischen Waren und Möllenhagen reduzierten Staubstürme die Sichtweite teilweise auf unter 50 Meter.

Sandstürme: Eine tückische Gefahr

Sandstürme in mehreren Landesteilen aufgetreten

Auch in anderen Landesteilen wurde das Phänomen beobachtet. In einem Ortsteil von Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wehte der starke Wind Sand von einem trockenen Acker auf die Straße. Auf der Straße zwischen Franzburg und Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) trübte ein Sandsturm die Sicht erheblich. Über eventuelle Schäden ist bisher nichts bekannt.

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Höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgeweitet

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Mittlerweile gilt auch in großen Teilen des Landkreises Vorpommern-Greifswald die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Die anhaltende Trockenheit und der böige Wind begünstigen Brände. mehr

Gefahr wegen trockener Felder und unbestellter Äcker

Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin hatte zuletzt Anfang April vor Staubstürmen über Feldern gewarnt. Besonders bei östlichen Windrichtungen kann es auf unbestellten, leichten Böden und auf Flächen mit geringem Pflanzenbestand zu Verwehungen von Bodenmaterial kommen. Staatssekretär Jürgen Buchwald appellierte am Dienstag erneut an Landwirte, Feldarbeiten den Witterungsbedingungen anzupassen. Arbeiten, die das Austrocknen der Bodenoberfläche begünstigen sollten unterlassen werden. Umweltschützer kritisieren seit langem die Verdichtung der Böden, die Erosion begünstige. Sie fordern eine schonendere Bewirtschaftung, das Anlegen von Feldhecken sowie eine veränderte Fruchtfolge.

Sandsturm war Auslöser für A19-Massenkarambolage

Sandstürme sind in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit. Im Straßenverkehr sind sie tückisch. Vor acht Jahren kam es auf der Autobahn 19 bei Kavelstorf in der Nähe von Rostock zu einer verheerenden Massenkarambolage. Rund 80 Fahrzeuge rasten ineinander, acht Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Seither wurden dem Landwirtschaftsministerium zufolge die Beratung der Landwirte verstärkt und ein landesweites Erosionsereignis-Kataster aufgebaut.

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Aufgepasst: Sandsturm auf der Autobahn

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Autofahrer müssen aufpassen im Emsland - und nicht nur da: Auf Autobahnabschnitten kommt es immer wieder zu Sandverwehungen. Oft sind benachbarte Felder die Ursache des Phänomens. mehr

BUND bemängelt weiter schlechte Bodenqualität

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Ministerium warnt vor Staubstürmen

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MV: Mit Wasservorräten gegen die Trockenheit

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Der trockene Sommer 2018 könnte in Mecklenburg-Vorpommern zu einer Wasserknappheit in diesem Jahr führen. Umweltminister Backhaus fordert deshalb, sparsam mit den Wasservorräten umzugehen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.04.2019 | 16:30 Uhr

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NDR Fernsehen