Consrade: Ein Mitarbeiter schaufelt Streusalz im Salzlager der Straßenmeisterei. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Salzlager gefüllt, Schichtpläne erstellt: Winterdienst ist startklar

Stand: 24.11.2021 14:08 Uhr

Der Winter in Mecklenburg Vorpommern kann kommen. Der Winterdienst ist für die kalte Jahreszeit vorbereitet. Die Straßenmeistereien horten fast 24.500 Tonnen Streusalz. Die Fahrzeuge sind teils mit Wärmebildkameras ausgestattet.

"Der Winterdienst ist für die anstehende kalte Jahreszeit im gesamten Land gewappnet", sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Verkehr, Reinhard Meyer, am Mittwoch während eines Besuchs in der Straßenmeisterei Consrade (Landkreis Ludwigslust-Parchim). In den 25 Straßenmeistereien in Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits Schichtpläne erstellt. Spätestens ab 3 Uhr morgens stehen die Mitarbeiter mit ihren 352 Fahrzeugen bereit, um die 1.900 Kilometer Bundesstraße, 3.300 Kilometer Landesstraße und 1.250 Kilometer Kreisstraße zu räumen. Je nach Wetterlage wird bei Temperaturen um 0 Grad ausgerückt, sodass bis spätestens 6 Uhr die Straßen freigeräumt sein sollten.

Fahrzeuge mit Wärmebildkameras ausgestattet

Die Fahrzeuge sind mit Wärmebildkameras ausgestattet. Sie können die Temperatur direkt auf dem Aspahlt messen. Es wird auch genau aufgezeichnet, wann welche Straße geräumt wurde. So ist nachvollziehbar, welche Strecken schon abgefahren wurden. Neben den Tausenden Tonnen Streusalz lagern auch fast 120 Kilometer Schneezäune. Wird der Winter streng, könne nachgeordert werden, hieß es.

Minister appelliert: Vorausschauend fahren

Im vorigen Jahr mussten die Beschäftigten den Angaben zufolge an 78 Einsatztagen ausrücken und verteilten dabei rund 32.700 Tonnen Salz auf Bundes-, Landes- und anteilig auf Kreisstraßen. Doch Salz allein reicht nicht aus, um auch bei schlechtem Wetter Unfälle zu verhindern. Der Verkehrsminister appellierte an die Autofahrer, vorausschauend und der Jahreszeit angepasst zu fahren. "Gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist der beste Weg, um Unfälle zu vermeiden", so Meyer. Im vergangenen Jahr hatte es in den Wintermonaten besonders wenige Verunglückte gegeben: Im Dezember 2020 waren es den vorläufigen Zahlen der Landesstatistikbehörde zufolge 333 Personen - im Vergleich zu 503 im Vorjahr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.11.2021 | 14:00 Uhr

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