Stand: 21.01.2018 18:24 Uhr

SPD für GroKo-Gespräche - Schwesig zufrieden

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Ministerpräsidentin Schwesig hatte für Koalitionsverhandlungen geworben ist froh über "das ehrliche Ergebnis".

Nach der Entscheidung des SPD-Sonderparteitags für Koalitionsgespräche mit der Union hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zufrieden gezeigt: "Ich bin froh über die ehrliche Debatte hier auf dem Parteitag und auch über das ehrliche Ergebnis. Die Koalitionsverhandlungen können uns die Möglichkeit geben, Dinge zu erreichen, die wir vor allem für die Menschen auch in Mecklenburg-Vorpommern brauchen", sagte Schwesig im NDR Nordmagazin. Als positive Beispiele nannte sie unter anderem die gebührenfreie Kita, den Ausbau der Ganztagsschulen und die Sicherung der Rente. Der Parteitag habe aber auch deutlich gemacht, dass in den Koalitionsverhandlungen beispielsweise über die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen noch einmal geredet werden müsse.

CDU-Landeschef Kokert: "Gut, dass sich SPD der Verantwortung stellt"

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef Vincent Kokert hat das Votum der SPD begrüßt: "Es ist gut, dass sich die SPD ihrer Verantwortung stellt", sagte Kokert am Sonntag. Nun gelte es, zügig in die Koalitionsverhandlungen zu gehen, "die ja durch die umfassenden Sondierungen schon gut vorbereitet sind."

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SPD stimmt für GroKo-Verhandlungen mit Union

"Ja!" - Die SPD-Delegierten haben beim Sonderparteitag in Bonn für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit CDU und CSU gestimmt. Alle Infos finden Sie bei tagesschau.de. extern

SPD-Mitglieder stimmen über Verhandlungsergebnis ab

Der Sonderparteitag der SPD in Bonn hatte sich mit einer Mehrheit von 56 Prozent der Stimmen für Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU ausgesprochen. Nach einer stundenlangen kontroversen Debatte stimmten 362 der 642 Delegierten dafür. 279 waren gegen Gespräche über eine neue Große Koalition, einer enthielt sich. Die Koalitionsverhandlungen können damit in den nächsten Tagen beginnen und im besten Fall bereits im Februar abgeschlossen werden. Danach muss aber noch eine hohe Hürde überwunden werden: Die mehr als 440.000 SPD-Mitglieder stimmen über den Koalitionsvertrag ab und haben damit das letzte Wort.

Schwesig: "Mal sehen, ob mit der Union mehr geht"

In der Debatte auf dem SPD-Sonderparteitag hatte Ministerpräsidentin Schwesig erneut für Koalitionsverhandlungen mit der Union geworben: Ihr werde vielfach gesagt, es könne nicht sein, dass Deutschland bei der unruhigen Weltlage keine Regierung hat - sie möge etwas draus machen. "Und diesen Wunsch der Bürgerinnen und Bürger können wir nicht einfach ignorieren. Dann wollen wir mal sehen, ob diesmal mehr geht mit der Union", so Schwesig weiter.

Rostocker Reinke wollte "Spuk abblasen"

Der Delegierte Christian Reinke aus Rostock vertrat die Gegenposition und appellierte an die Delegierten, gegen eine Neuauflage der GroKo zu stimmen. Der Mitgliederentscheid am Ende habe nur die Chance, entweder "Ja" zu sagen oder am Ende den Spuk abzublasen. "Ich bin dafür, dass wir heute den Spuk abblasen und möchte mit Erich Kästner schließen: 'Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.'"

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.01.2018 | 18:00 Uhr

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