Stand: 07.03.2019 07:00 Uhr

Rostock bekommt neue Klärschlamm-Anlage

Klärschlamm © NDR Foto: Screenshot
In der neuen Anlage in Rostock-Bramow sollen getrocknete Fäkalien verbrannt werden. (Archivbild)

In Rostock wird die erste Klärschlammverbrennungsanlage des Landes gebaut. Das hat die Bürgerschaft am Mittwochabend beschlossen. Die Anlage soll langfristig Entsorgungsicherheit unabhängig vom Markt gewährleisten.

Anlage soll im Fischereihafen entstehen

Laut Schätzungen kostet das Projekt etwa 50 Millionen Euro und soll in Rostock-Bramow entstehen - direkt neben der bestehenden Kläranlage im Fischereihafen. Gebaut und betrieben wird die Analge von der Klärschlamm-Kooperation MV - ein Verbund von 15 kommunalen Abwasserentsorgern aus dem ganzen Land. Rostock ist über den Warnow-Wasser-und Abwasserverband Mitgesellschafter in diesem Verbund.

Voraussichtlich ab 2024 im Betrieb

In der Anlage sollen ab 2024 etwa 100.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr aufbereitet und verbrannt werden. Kritik gab es im Vorfeld unter anderem von Anwohnern, die Bedenken wegen des Geruchs geäußert hatten. Auch ob ein privates und damit gewinnorientiertes Unternehmen den Klärschlamm entsorgen soll, wurde im Vorfeld diskutiert. Die Anlage im etwas weiter entfernten Überseehafen zu bauen, wurde von der Bürgerschaft abgelehnt.

Landesweit pro Jahr 40.000 Tonnen Klärschlamm

Landesweit fallen pro Jahr 40.000 Tonnen Schlamm in den Kläranlagen an. Rostock fährt derzeit seinen Klärschlamm nach Hamburg.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.03.2019 | 07:00 Uhr

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