Stand: 27.05.2019 17:07 Uhr

Rostock: Tot gefundenes Baby lebte nach Geburt

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Eine Passantin hatte das leblose Baby an einer Straße im Nordwesten Rostocks gefunden.

Im Fall des am Sonnabend in Rostock gefundenen toten Babys ist ein Haftbefehl gegen die Mutter erlassen worden, aber unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Frau wird bis auf Weiteres in einer psychiatrischen Klinik behandelt.

Baby hat nach der Geburt noch gelebt

Die Obduktion der Leiche des Babys hat ergeben, dass das Neugeborene auf jeden Fall nach der Geburt gelebt hat, wie die Staatsanwaltschaft Rostock am Montagvormittag mitteilte. Wie das Kind dann zu Tode gekommen ist, sollen weitere Untersuchungsergebnisse zeigen, sagte der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, Harald Nowack. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

26-Jährige am Sonntag festgenommen

Die Polizei hatte am Sonntag die tatverdächtige 26-jährigen Mutter des Babys festgenommen. Die Frau soll in der Wohnung ihrer Eltern festgenommen worden sein. Sie hatte das Kind offenbar nicht lange vor dem Fund geboren. "Der eigentliche Geburtsort und die weiteren Umstände sind aber noch nicht geklärt", sagte Nowack. Die 26-Jährige habe noch nicht befragt werden können, denn sie wurde zunächst in eine Klinik gebracht, wo sie medizinisch versorgt und untersucht werden sollte.

Grabkerzen und Stofftiere, abgelegt auf einem Weg

Totes Baby in Rostock: 26-Jährige festgenommen

Nordmagazin -

Eine Spaziergängerin hat am Sonnabend in Rostock einen toten Säugling am Straßenrand entdeckt. Die Ermittler haben eine 26-Jährige festgenommen - vermutlich die Mutter.

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Frau findet Babyleiche auf Grünstreifen

Unklar ist nach wie vor das Tatmotiv. Eine Passantin hatte den nackten leblosen Körper am Sonnabend im Stadtteil Lichtenhagen an einer Straße entdeckt und die Polizei alarmiert. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Säuglings feststellen. Das Baby habe ohne Bekleidung auf dem Grünstreifen gelegen, hieß es von der Polizei.

Kerzen und Plüschtiere aufgestellt

Die Spurensicherung untersuchte auch eine steinerne Tischtennisplatte auf einem Spielplatz, etwa 200 Meter vom Fundort entfernt. Dort sollen sich Blutspuren befunden haben, von denen aber nicht klar ist, ob sie mit dem Vorfall zu tun haben, sagte der Sprecher. Unweit des Baby-Fundortes haben Anwohner Kerzen und Plüschtiere aufgestellt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.05.2019 | 15:00 Uhr

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