Stand: 03.11.2018 12:54 Uhr

Rostock: Stahlrohr erfolgreich geborgen

Für das Umlagern des 800 Tonnen schweren Stahlrohrs war ein Spezialkran nötig. Der Fundamentpfahl wurde entlang der Pier gelagert.

Das rund 800 Tonnen schwere Stahlrohr, das bei Verladearbeiten im Rostocker Seehafen auf ein Spezialschiff und die Kaimauer gestürzt war, ist erfolgreich geborgen worden. Wie Hafenkapitän Gisbert Ruhnke auf Anfrage von NDR 1 Radio MV sagte, wurde der Fundamentpfahl für eine Windanlage auf See entlang der Pier gelagert. Das 160 Meter lange Transportschiff dürfe den Hafen allerdings noch nicht verlassen. Der Hergang des Ladeunfalls und der Schadensumfang müssten weiter untersucht werden, heißt es. Eigentlich sollte das Bauteil schon im Lauf des Freitags gehoben werden, doch laut Ruhnke stellte sich heraus, dass ein Spezialkran und besondere Seile für die Bergung nötig sind.

Beim Verladen abgestürzt

Bild vergrößern
Das Bauteil für eine Windkraftanlage lag seit Mittwoch im Rostocker Seehafen quer auf einem Schiff und der Hafenkante.

Das Rohr war am Mittwochabend beim Verladen vermutlich durch eine gebrochene Befestigung vom Kran abgerutscht und auf ein Spezialschiff und die Kaimauer gefallen. Ein Arbeiter wurde dabei durch umherfliegende Teile leicht am Arm verletzt und kam zunächst ins Krankenhaus. Wie sehr das am Kai liegende Schiff und die Pier durch den Unfall in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist noch unklar. Der Schaden wird jedoch auf mindestens mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung eingeschaltet

Das Stahlrohr sollte auf der Ostsee mit Beton gefüllt werden und dann als Stütze für ein Offshore-Windrad dienen. Ob das 160 Meter lange Spezialschiff weiter für den Transport genutzt werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung sei eingeschaltet, hieß es.

Weitere Informationen

Dossier: Windenergie in Norddeutschland

Im Mix der erneuerbaren Energien spielt Windenergie die bedeutendste Rolle. Vor allem an den Küsten im Norden Deutschlands kommt die Windenergie zum Zuge. Infos im Dossier bei NDR.de. mehr

Offshore-Branche in MV kritisiert Bundesregierung

Vertreter der Windkraft sehen rot was die Ziele der Bundesregierung zur Energiewende angehen. Bei einer Tagung der Offshore-Branche fordern sie wieder mehr Förderung und ein Ende der Obergrenzen. mehr

Rügen: Größter Ostsee-Windpark in Betrieb

Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat den bislang größten Windpark in der deutschen Ostsee in Betrieb genommen. "Wikinger" besteht aus 70 Anlagen, jede ist 165 Meter hoch. mehr

Sabotage? Arbeiter durch Stromschlag verletzt

Schmierereien an einem Firmenauto, ein manipuliertes Stromkabel: In Levenhagen bei Greifswald ist ein Wartungs-Mitarbeiter für Windkraftanlagen durch einen Stromschlag verletzt worden. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.11.2018 | 12:40 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

02:57
Nordmagazin

Agrarmesse: Startschuss für Grüne Woche

18.01.2019 19:30 Uhr
Nordmagazin
03:53
Nordmagazin
05:25
Nordmagazin

Risiko Schweinepest: Jagd auf Wildschweine

18.01.2019 19:30 Uhr
Nordmagazin