Stand: 19.11.2019 15:00 Uhr

Rostock: Prozess gegen Chirurgen wird doch fortgesetzt

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In Rostock läuft der Prozess gegen einen Neurochirurgen wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung auch ohne den Angeklagten weiter.

Vor dem Landgericht Rostock ist am Dienstag der Prozess gegen einen Neurochirurgen fortgesetzt worden. Dem Mann wird schwere und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er soll eine unnötige und fehlerhafte Operation vorgenommen haben, heißt es. Zunächst war jedoch unklar, ob der Prozess überhaupt weitergehen kann.

Angeklagter in der Schweiz in U-Haft

Der Angeklagte befindet sich zur Zeit in Untersuchungshaft in der Schweiz. Dort wird ebenfalls gegen ihn ermittelt - wegen Betrug, Urkundenfälschung und Körperverletzung. Der Vorsitzende Richter am Landgericht Rostock geht davon aus, dass der Angeklagte absichtlich in die Schweiz gereist ist, damit der Prozess in Rostock platzt. Das ist aber nicht passiert, weil er zur Anklageverlesung noch in Rostock war. Deshalb kann jetzt auch ohne ihn weiterverhandelt werden. Seine Zustimmung zu einer vorrübergehenden Auslieferung hatte der Angeklagte verweigert.

Prozess geht im Dezember weiter

Laut Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Täter eine Patientin zu einer unnötigen Hals-Operation überredet und diese extrem fehlerhaft erledigt haben. Seitdem ist die 47-Jährige dauerhaft krank und berufsunfähig. Der Prozess soll übernächste Woche fortgesetzt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.11.2019 | 14:00 Uhr

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