Stand: 11.05.2020 15:23 Uhr

Rostock: Obduktion nach tödlicher Gewalttat angeordnet

Drei Ermittler stehen vor einem Hauseingang im Rotocker Stadtteil Groß-Klein. © Stefan Tretropp Foto: Stefan Tretropp
Spezialisten der Polizei untersuchen die Wohnung, in der der Tote gefunden wurde.

Nach dem Fund eines gewaltsam getöteten Mannes in einer Wohnung in Rostock sollen Rechtsmediziner die genaue Todesursache klären. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock wurde eine Obduktion angeordnet. Von dem Ergebnis erhoffen sich die Ermittler auch Rückschlüsse darauf, wie die gewaltsame Auseinandersetzung in der Nacht zum Sonnabend in einer Wohnung in einem Hochhaus im Stadtteil Groß Klein abgelaufen ist. Die Leiche des 40 Jahre alten Opfers war am Sonnabend entdeckt worden.

Verdächtiger schweigt

Am Sonnabend war gegen den 36-jährigen Wohnungsinhaber Haftbefehl erlassen worden. Er war unter dem Verdacht des Totschlags in der Nähe des Hochhauses festgenommen worden. Der Verdächtige habe bisher keine Aussagen gemacht, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Die beiden Männer hatten sich nach bisherigem Ermittlungsstand am Freitagabend in der Wohnung des 36-Jährigen getroffen.

Bruder alarmierte die Polizei

Am frühen Sonnabendmorgen rief demnach der mutmaßliche Täter seinen Bruder an und sagte, es gehe ihm schlecht. Der Bruder fuhr zur Wohnung, wo er den toten Bekannten des Bruders mit Kopf- und Stichverletzungen fand und die Polizei alarmierte. Er habe Schnittverletzungen an der Hand und am Arm aufgewiesen, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler fanden in der Wohnung mehrere Messer, die als Tatwerkzeuge in Frage kommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.05.2020 | 16:40 Uhr

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