Stand: 24.07.2017 11:09 Uhr

Rostock-Laage: Mehr Busse für Berlin-Passagiere

Der Flughafen Rostock-Laage und die Fluggesellschaft Easyjet haben sich auf eine umfassendere Lösung für umgeleitete Passagiere geeinigt. In der Nacht zum Sonntag waren mehrere Easyjet-Maschinen statt in Berlin und in Hamburg in Rostock-Laage gelandet. Die gestrandeten Passagiere beklagten sich über die schlechte Versorgung und mangelhafte Informationen. Die Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage, Dörthe Hausmann, sagte im Gespräch mit NDR 1 Radio MV, dass die Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Easyjet optimiert werden soll.

Verträge mit Busgesellschaften geplant

Am Montag lagen bereits erste Ergebnisse vor. Vertreter des Flughafens und von Easyjet haben demnach vereinbart, dass künftig mehr Busse für den Transport der Reisenden bereitstehen. Die Kosten für die Busse in Bereitschaft übernimmt Easyjet, wie Hausmann NDR 1 Radio MV sagte. Die neue Regelung ist demnach auch schon in der Praxis erprobt worden. Denn am späten Sonntagabend wurden erneut drei Flugzeuge von Berlin nach Laage umgeleitet. Innerhalb kurzer Zeit hätten zwölf Busse bereitgestanden, die die Passagiere nach Berlin gebracht hätten, wie es weiter hieß.

600 Passagiere gestrandet

In Laage waren in der Nacht zu Sonntag mehr als 600 Passagiere gestrandet. Vier Easyjet-Maschinen, die in Richtung Hamburg und Berlin-Schönefeld unterwegs waren, mussten in Laage zwischenlanden. Verspätungen und Unwetter hatten es unmöglich gemacht, an den Zielflughäfen Hamburg und Berlin-Schönefeld zu landen. An beiden Flughäfen gelten Nachtflugverbote. Wie NDR 1 Radio MV berichtete, kamen die vier Maschinen der Airline aus Zypern, Spanien, Italien und Griechenland. Die Maschinen landeten zwischen Mitternacht und 2 Uhr in Rostock-Laage. Etwa 150 Fluggäste wurden später per Bus nach Berlin gebracht. Der andere Teil der gestrandeten Passagiere konnte am Sonntag in Richtung Hamburg und Berlin weiterfliegen.

30 Katastrophenschützer verteilen Decken und Getränke

Zwei der sogenannten Betreuungszüge des Katastrophenschutzes waren in Laage im Einsatz, um dem Flughafenpersonal bei der Versorgung der Passagiere zu helfen. So seien Decken und heiße Getränke verteilt worden, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. "Die Kollegen haben alles getan, was sie konnten. Mehr ging nicht. Wir lernen das Ganze ja noch und Easyjet lernt es auch noch", sagte Hausmann.

Flughafen Laage ohne Nachtflugverbot

Am Flughafen Schönefeld war am Samstagabend wegen des Unwetters die Bodenabfertigung zwischenzeitlich eingestellt worden. Zwischen Mitte Juli und Oktober gilt für Berlin-Schönefeld das Nachtflugverbot wegen Bauarbeiten. Für diesen Zeitraum haben die beiden Flughafengesellschaften eine Vereinbarung zur nächtlichen Abwicklung von Flügen geschlossen. Rostock-Laage ist einer von nur vier Flughäfen in Deutschland, für den nachts keine Flugbeschränkungen für den Passagierverkehr gelten.

Ferienflieger-Hochsaison und Unwetter wirbeln Flugpläne durcheinander

Der Flieger in Richtung Hamburg wurde nach Informationen von NDR 90,3 wegen der Unwetterlage über der Hansestadt umgeleitet. Wie eine Sprecherin des Flughafens Hamburg sagte, sei es in der Hochsaison und bei einer zusätzlichen Unwetterlage nicht ungewöhnlich, dass sich Verspätungen summierten und die letzten Flüge nicht vor 23 Uhr einträfen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.07.2017 | 11:00 Uhr

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