Stand: 15.02.2019 16:21 Uhr

Rostock-Laage: Kurzarbeit rückwirkend zu Februar

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Der Flughafen Rostock-Laage ist von der Germania-Pleite massiv betroffen. (Archivbild)

Nach der Pleite der Fluggesellschaft Germania ist am Flughafen Rostock-Laage Kurzarbeit angeordnet worden. Wie nach Beratungen von Geschäftsführung und Betriebsrat bekannt wurde, gilt die Regelung rückwirkend ab 1. Februar und zunächst bis Mai. Vertreter beider Seiten bezeichneten den Schritt demnach als alternativlos. Wie NDR 1 Radio MV berichtete, gehe es um fünf bis zehn Stunden weniger für die Mitarbeiter einzelner Bereiche wie der Abfertigung auf dem Rollfeld und in der Halle. Eine abschließende Stellungnahme der Geschäftsführung zur Einführung der Kurzarbeit lag am Freitag noch nicht vor.

Wenig Hoffnung auf schnellen Ersatz

Im Gespräch mit NDR 1 Radio MV hatte Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann Erwartung gedämpft, dass das durch die Insolvenz ausgefallene Fluggeschäft kurzfristig ersetzt werden könne. Größere Airports hätten da bessere Chancen. Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin im März werde es aber eine Reihe von Gesprächen mit möglichen Partnern geben.

Insolvenz angemeldet - Rostock verliert viele Passagiere

Die Fluggesellschaft Germania hatte vor rund einer Woche beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz angemeldet und seinen Betrieb komplett eingestellt. Der Flughafen Rostock-Laage verliert dadurch voraussichtlich fast die Hälfte seiner Passagiere. Von den knapp 300.000 Rostocker Passagieren im vergangenen Jahr war fast jeder zweite mit Germania geflogen. Insgesamt wurden 14 Ferienziele von Germania von Rostock-Laage aus angeflogen. Insgesamt hat der Flughafen mehr als 100 festangestellte Mitarbeiter.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.02.2019 | 13:00 Uhr

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