Stand: 15.11.2018 06:00 Uhr

Rostock: Kein Bürgerentscheid zum Theater-Neubau

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In Rostock wird es keinen Bürgerentscheid zum Theater-Neubau geben. (Archivbild)

Die Rostocker Bürgerschaft hat sich am Mittwochabend mehrheitlich gegen einen Bürgerentscheid zum Theater-Neubau ausgesprochen. Damit wollte die CDU-Fraktion die Kostenbeteiligung der Stadt auf 50 Millionen Euro beschränken. Die Gesamtkosten eines Theater-Neubaus für ein Vier-Sparten-Haus waren auf rund 110 Millionen Euro veranschlagt worden.

CDU führt Neubau in Potsdam als Beispiel an

Das war der CDU-Fraktion offenbar zu viel Geld. Sie forderte, nicht mehr als 50 Millionen Euro auszugeben und zog als Beispiel einen Neubau in Potsdam heran, der wesentlich weniger gekostet habe. Dem hielten die Fraktionen der Grünen und des Rostocker Bunds entgegen, dass es sich in Potsdam lediglich um ein Schauspielhaus handle. Als unseriös bezeichneten die Grünen außerdem, dass die CDU ihre Kostenbeschränkung über einen Bürgerentscheid erreichen wolle.

Grundstücke sollen nur noch in Erbpacht vergeben werden

Breite Zustimmung fand dagegen ein Antrag, von 2020 an stadteigene Grundstücke, statt sie zu verkaufen, nur noch in Erbpacht zu vergeben. So soll nach dem Willen vieler Fraktionen Spekulation eingedämmt werden. Kritik kam vom Oberbürgermeister und von der CDU. Sie sehen darin ein Diktat, das wirtschaftliches Wachstum verhindere.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.11.2018 | 06:00 Uhr

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