Rostock: Bürgerschaft entscheidet über BUGA 2025

Stand: 21.10.2020 21:04 Uhr

In der Rostocker Bürgerschaft soll am Abend die finale Entscheidung über die Bundesgartenschau 2025 fallen. Befürworter versprechen sich einen Modernisierungsschub, Gegner warnen vor den Kosten.

Kommt die Bundesgartenschau (BUGA) 2025 in Rostock oder kommt sie nicht? Über diese Frage stimmt heute die Bürgerschaft der Hansestadt ab. BUGA-Befürworter wie Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) sehen in ihr den zentralen Beschleuniger für die Stadtentwicklung der kommenden zehn Jahre.

Dreistelliger Millionenbetrag von Land und Bund

Es geht um Investitionen von rund 142 Millionen Euro - unter anderem für eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Warnow, einen Stadtpark auf einer alten Mülldeponie auf der östlichen Warnowseite und ein neues Wohnquartier. Den Großteil der Kosten - rund 101 Millionen Euro - würden Bund und Land übernehmen.

Linksfraktion sieht drängendere Probleme

Die deutlichsten Vorbehalte kommen von der Fraktion Die Linke. Deren Vorsitzende Eva-Maria Kröger gibt zu bedenken, dass nicht absehbar sei, ob die aktuelle Kostenkalkulation in fünf Jahren noch realistisch ist. Die 142 Millionen Euro könnten schnell übertroffen werden. Außerdem gebe es angesichts der Corona-Pandemie und der noch nicht absehbaren Folgen wichtigere Zukunftsfragen zu klären.

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Eine Grafik zeigt einen Entwurf des Stadthafens in Rostock zur Bundesgartenschau BUGA 2025 mit einem neuen Landesmuseum (links), einer Fußgängerbrücke über die Warnow und einer Markthalle (rechts). © Hanse- und Universitätsstadt Rostock

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.10.2020 | 09:00 Uhr

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