Rostock: Bau von Wärmespeicher geht voran

Stand: 09.07.2021 09:39 Uhr

In Rostock geht der Bau eines riesigen Wärmespeichers voran. Die Stadtwerke wollen mit dem Bau größere Flexibilität im Energiemix ermöglichen.

Wer in Rostock an den Stadtwerken vorbeifährt oder in letzter Zeit auf der Warnow unterwegs war, dem fällt der Bau ins Auge. 55 Meter hoch und 35 Meter im Durchmesser ist der künftige Wärmespeicher. Er sieht - von den Ausmaßen abgesehen - aus wie ein gewöhnliches Silo. Das Konstrukt besteht aus fast 300 Stahlschalen, die miteinander verschweißt wurden. Derzeit prüft der TÜV die Schweißnähte. Im September oder Oktober soll der 55 Meter hohe Turm, in dem 45 Millionen Liter Wasser gespeichert werden, im Stadtteil Marienehe in Betrieb gehen - und für die Dauer von 50 Jahren Wärme liefern.

Schwankungen in der Stromproduktion

Bislang produziert die Gas- und Dampfturbinenanlage der Stadtwerke sowohl Wärme als auch Strom, wie die Stadtwerke vor Baubeginn erklärt hatten. Sowohl Wärme als auch Strom werden direkt in die entsprechenden Netze eingespeist. Zusätzlich wird Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne eingespeist - an Tagen, an denen der Wind stark bläst und entsprechend viel Strom anfällt, müssen derzeit die Anlagen der Stadtwerke ihre Leistung zurückfahren.

Wie eine riesige Thermoskanne

Allerdings können Kraftwerke nicht ständig hoch- und heruntergefahren werden. Mit dem neuen Wärmespeicher können die Gasturbinen zum Teil weiterlaufen. Der Strom wird genutzt, um das Wasser im Turm zu erwärmen und es - wie in einer riesigen Thermoskanne - warm zu halten. Später kann es zum Beispiel ins Fernwärmenetz abgegeben werden.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 09.07.2021 | 15:00 Uhr

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