Stand: 16.04.2018 14:08 Uhr

Robbenbabys an Ostseeküste von MV gesichtet

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Dieses Robbenbaby ist am Wochenende am Strand der Ostee entdeckt worden.

Gut einen Monat nach dem Fund eines toten Robbenbabys sind an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns nun zwei lebende Robbenbabys gesichtet worden. Am Strand von Heringsdorf auf Usedom war am Sonntag ein Tier mit einem sogenannten Lanugofell entdeckt worden. Dieses Fell tragen Robben nur einige Tage bis wenige Wochen nach der Geburt. Am Strand von Ahrenshoop (Fischland-Darß-Zingst) sei zudem ein etwas älteres Tier gesehen worden. Es sei vermutlich im Januar oder Februar zur Welt gekommen, erklärte der Kurator für Meeressäuger beim Deutschen Meeresmuseum in Stralsund, Michael Dähne.

Was tun bei Robbensichtungen am Strand

Das Deutsche Meeresmuseum ruft alle Strandspaziergänger grundsätzlich dazu auf, Robben- und Schweinswal-Sichtungen an der Ostsee zu melden. Dazu ist dort eine Nummer eingerichtet worden: 03831-26503333.

Fundort von Polizei abgesperrt

Der Nachweis von Jungtieren sei ein Beleg dafür, dass sich die Meeressäuger ihren verloren gegangenen Lebensraum langsam wieder zurückerobern, sagte Dähne. An beiden Fundorten wurde darauf geachtet, dass Besucher den Tieren nicht zu nahe kommen. So wurde das Areal auf Usedom von der Polizei abgesperrt. Auf Fischland kümmerte sich eine Mitarbeiterin des Meeresmuseums um das Robbenjunge. Beide Tiere fanden den Weg zurück ins Wasser.

Totes Kegelrobbenbaby nahe Kap Arkona

Anfang März war durch den Fund eines toten Robbenbabys am Kap Arkona erstmals seit mehr als 100 Jahren wieder eine Kegelrobbengeburt an der deutschen Ostseeküste nachgewiesen worden. Das Robbenbaby trug noch den Rest der frischen Nabelschnur, muss aber von der Mutter getrennt worden und dann verendet sein.

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Wenn Strandspaziergänger auf Robbenbabys stoßen, sollten sie sich schnell wieder entfernen.

Dähne verwies darauf, dass die Wochen nach der Geburt eine sehr sensible Phase für die Robben sind. "Wir müssen uns jetzt gemeinsam darüber klar werden, welche Voraussetzungen getroffen werden müssen, um Konfliktpotenziale zu vermeiden", sagte Dähne mit Blick auf die zahlreichen Touristen.

Abstand von den Robbenbabys halten

Nach Angaben des Meeresmuseums sollte den Tieren niemals der Fluchtweg ins Wasser versperrt werden. Zudem sollte ein Mindestabstand von 100 Metern eingehalten und die Robben nicht berührt werden. Hunde sollten an die Leine genommen werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.04.2018 | 14:00 Uhr

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