Die Lichtaufschrift Polizei bei einem Polizeiwagen © picture alliance / Frank May Foto: Frank May

Riskante Flucht vor Polizeikontrolle auf der A20

Stand: 24.10.2021 14:26 Uhr

Ein 29-jähriger Autofahrer ist auf der A20 über 60 Kilometer weit vor einer Polizeikontrolle geflohen. Zeitweise raste er entgegen der Fahrtrichtung über die Autobahn.

Zu einer riskanten Verfolgungsfahrt ist es am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn A20 in Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Wie die Polizei mitteilte, floh ein 29-jähriger Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit und teilweise entgegen der Fahrtrichtung vor den Beamten. Viele entgegenkommende Autos mussten demnach ausweichen.

Polizei wollte kontrollieren und helfen

Nach Angaben der Polizei wollten Beamte in der Nähe der Anschlussstelle Tessin einen Fahrer kontrollieren, der in Fahrtrichtung Stettin mit seinem Auto und eingeschalteter Warnblinkanlage auf dem Seitenstreifen stand, und gegebenenfalls Hilfe leisten. Der Fahrer sei jedoch unvermittelt losgefahren und sei zeitweise mit über 200 Stundenkilometern über die Autobahn gerast, so die Polizei. Statt der erlaubten 60 sei er in einer Baustelle 180 Stundenkilometer gefahren. Eine mit Polizeiwagen errichtete Straßensperre konnte er knapp über den Seitenstreifen umfahren.

Zu Fuß geflüchtet

Schließlich wendete der verfolgte Autofahrer nach knapp 60 Kilometern an der Anschlussstelle Greifswald und fuhr entgegengesetzt zur Fahrtrichtung - quasi als "Geisterfahrer" - in Richtung Rostock zurück. Die Polizisten versuchten mit Blaulicht und Sirenen, die entgegenkommenden Autofahrer zu warnen. Plötzlich hielt der flüchtende Wagen auf dem Seitenstreifen und der Fahrer flüchtete zu Fuß. Er konnte jedoch schnell gestellt und festgenommen werden. Gegen ihn wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Die durch seine Flucht gefährdeten Autofahrer werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.10.2021 | 14:00 Uhr

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