Hausschweine stehen in einem Stall. © picture alliance/ZB Foto: Patrick Pleul

Riems: Schweinepest erstmals in Haustierbeständen nachgewiesen

Stand: 16.07.2021 06:16 Uhr

Das Friedrich-Loeffler-Institut auf dem Riems hat die Afrikanische Schweinepest erstmals in zwei Haustierbeständen in Deutschland nachgewiesen. Betroffen sind zwei Bestände in Brandenburg.

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland erstmals in zwei Haustierbeständen nachgewiesen worden. Darüber informiert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Forschungsinsel Riems hat den Erreger - als Nationales Referenzlabor - in Proben nachgewiesen. Betroffen sind zwei Bestände in Brandenburg.

Ein Bio-Betrieb und eine Kleinsthaltung betroffen

Die positiv getesteten Schweine stammen aus einem Bio-Betrieb im Landkreis Spree-Neiße und einer Kleinsthaltung im Landkreis Märkisch-Oderland nahe der polnischen Grenze. Die beiden Ausbrüche liegen damit in einem Gebiet, in dem das Virus bereits bei Wildschweinen nachgewiesen worden war. Über die schon bestehenden Sperrzonen hinaus werden nun um die betroffenen Betriebe Schutzzonen und Überwachungszonen eingerichtet, heißt es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Keine Gefahr für den Menschen

Die Bestände werden gesperrt. Das Friedrich-Loeffler-Institut unterstützt die weiteren Untersuchungen. Bislang war die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nur bei Wildschweinen aufgetreten. Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine, also Wild- und Hausschweine, betrifft und für sie zumeist tödlich ist. Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 16.07.2021 | 06:30 Uhr

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