Stand: 04.09.2018 17:30 Uhr

Richtfest im Marine-Führungszentrum in Rostock

Vizeadmiral Andreas Krause, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen schlagen nach alter Tradition einen Nagel ein.

In Rostock nimmt das neue Führungszentrum der Deutschen Marine allmählich Formen an. Am Dienstag wurde das Richtfest für den Gebäudekomplex gefeiert. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) war am Nachmittag im Rostocker Marinekommando dabei. In dem Gebäude sollen ab 2023 die weltweiten Aktivitäten der Marine gesteuert werden. Zu den militärischen Einrichtungen in dem 120 Meter langen und 35 Meter breiten Viergeschoss-Bau gehört beispielsweise das Maritime Operations Center (MOC).

Neubau mit 200 Räumen

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In Rostock entsteht auf dem Gelände der Hanse-Kaserne ein 66 Millionen Euro teurer Neubau für das Führungszentrum der Marine.

Bisher ist die operative Einsatzzentrale noch im schleswig-holsteinischen Glücksburg angesiedelt. Mit dem Umzug des Marinekommandos nach Rostock im Jahr 2012 war auch beschlossen worden, die Marine-Einsätze komplett aus der Hansestadt zu führen. Dafür wird nun für rund 66 Millionen Euro der Neubau mit etwa 200 Räumen auf dem Gelände der Hanse-Kaserne errichtet.

Viele Soldaten ziehen nach Mecklenburg-Vorpommern um

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So soll das Marine Operation Center nach der Fertigstellung aussehen. (Grafik)

Die Bauarbeiten hatten im Dezember 2016 begonnen. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden laut Bundeswehr rund 500 Marinesoldaten dort ihren Dienst versehen. Viele von ihnen werden von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern umziehen. Schon jetzt sind im Rostocker Marinekommando rund 1.000 Frauen und Männer beschäftigt, knapp ein Fünftel von ihnen sind zivile Angestellte.

NATO-Hauptquartier in Rostock?

Das neue Führungszentrum soll erstmals einen nationalen Stab mit internationaler Beteiligung verbinden. So könnten maritime Operationen an der Nordflanke der NATO geplant und auch geführt werden, heißt es. Dieser Einsatzstab könne dann zu einem multinationalen Führungsstab erweitert werden. Ob damit verbunden ist, das Rostock zum NATO-Hauptquartier ausgebaut wird, bestätigt die Marine nicht. Es gehe aber darum, dass zukünftig von Rostock aus nicht allein nationale, sondern auch ganze NATO-Flottenverbände geführt werden können. Die Stationierung von Schiffen der NATO-Partner sei damit nicht automatisch verbunden, heißt es.

Von der Leyen bei einer Rede.

Von der Leyen will Millionen in Parow investieren

Nordmagazin -

Bei ihrem Besuch an der Marinetechnikschule Parow hatte Verteidigungsministerin von der Leyen gute Nachrichten im Gepäck: Sie kündigte Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro an.

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Von der Leyen auch in Parow

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In Parow wurde Ursula von der Leyen auch das neue Waffensystem 127 vorgeführt, das auf den Fregatten der Klasse F125 verbaut ist.

Vor ihrem Besuch in Rostock machte die Bundesverteidigungsministerin einen Abstecher zur Marinetechnikschule Parow bei Stralsund und kündigte 180 Millionen Euro Investitionen in die Bundeswehr an. Allein an der Marinetechnikschule, der größten Marineausbildungsstätte in Deutschland, sollen in den nächsten Jahren 30 Millionen Euro investiert werden, sagte die Ministerin. Das Geld soll in den Bau einer neuen Schießanlage und in Ausbildungseinrichtungen fließen.

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Die Schiffe der Deutschen Marine

Zur Deutschen Marine gehören Fregatten, Korvetten, Minenjagdboote und Versorger. Unsere Bildergalerie zeigt, welche Schiffe welche Aufgaben erfüllen Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.09.2018 | 18:10 Uhr

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